Ende eines Kapitels im Bergbau – wichtige Anlage in Reden wird abgeschaltet

Der Steinkohlebergbau endete 2012 nach mehr als 250 Jahren im Saarland. (Archivbild) | Foto: Oliver Dietze/dpa
  • Der Steinkohlebergbau endete 2012 nach mehr als 250 Jahren im Saarland. (Archivbild)
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Reden. In den früheren Steinkohlegruben im Saarland wird bald weniger Wasser nach oben gepumpt. Der Bergbaukonzern RAG stellt Anfang Mai den Pumpbetrieb der sogenannten Wasserhaltung am Standort Reden ein.

Der Schritt gehört zum genehmigten Anstieg des Grubenwassers in den ehemaligen Bergwerken. Nach Angaben des Unternehmens aus Essen waren bereits Ende 2025 am Standort Duhamel die Pumpen abgeschaltet worden.

Grubenwasser ist Regenwasser, das in die Tiefe sickert und sich in Schächten und Strecken unter Tage sammelt. Über viele Jahre wurde dieses Wasser dauerhaft nach oben gepumpt. Die Wasserhaltung verursachte jährlich Kosten in Millionenhöhe.

Kontrollierter Anstieg unter Aufsicht

Die RAG setzt mit dem Vorgehen ihren langfristigen Auftrag als Nachbergbauunternehmen um. Grundlage ist ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss. Die Maßnahmen stehen unter Aufsicht der zuständigen Behörden.

Nach Unternehmensangaben wird der Anstieg des Grubenwassers umfassend überwacht. Technikvorstand Joachim Löchte erklärte. „Der Grubenwasseranstieg wird eng begleitet und umfassend überwacht. Das Integrale Monitoring ermöglicht es uns, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit von System, Umwelt und Trinkwasser jederzeit zu gewährleisten.“

Für die Gruben Reden und Duhamel ist ein Anstieg des Wasserspiegels bis auf minus 320 Meter genehmigt worden. Klagen gegen das Vorhaben wurden von Gerichten abgewiesen.

Ende einer langen Bergbaugeschichte

Der Steinkohlebergbau im Saarland endete im Jahr 2012 nach mehr als 250 Jahren. In seiner Blütezeit war er der größte Arbeitgeber der Region mit bis zu 65000 Beschäftigten. Seit 1751 wurden im Saarrevier rund 1,5 Milliarden Tonnen Steinkohle gefördert. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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