Rekord bei Kaiserschnitten: Saarland mit zweithöchster Quote
- Die regionalen Unterschiede bei der Kaiserschnittrate sind hoch. (Archivbild)
- Foto: Daniel Karmann/dpa
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Saarland. In deutschen Kliniken kommen immer mehr Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Besonders hoch ist der Anteil im Saarland. Bundesweit wurde noch nie seit der Wiedervereinigung so häufig per Kaiserschnitt entbunden.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anteil 2024 bei rund 33 Prozent aller Klinikgeburten. Damit erreichte die Kaiserschnittrate den höchsten Wert seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik.
Saarland bundesweit auf Platz zwei
Zwischen den Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede. Besonders häufig wird der operative Eingriff im Norden und Westen durchgeführt.
- Hamburg. 36,4 Prozent
- Saarland. 35,9 Prozent
- Hessen. 35,6 Prozent
Deutlich niedriger sind die Quoten im Osten Deutschlands. Dort werden Kinder häufiger ohne Operation geboren.
- Sachsen. 27,4 Prozent
- Brandenburg. 27,6 Prozent
- Berlin. 29,9 Prozent
Mehr als doppelt so häufig wie früher
Insgesamt haben im Jahr 2024 rund 654600 Frauen in deutschen Krankenhäusern ein Kind bekommen. Etwa 215900 Geburten erfolgten per Kaiserschnitt.
Langfristig zeigt die Statistik einen klaren Anstieg. Seit 1991 hat sich die Kaiserschnittrate mehr als verdoppelt. Damals lag der Anteil noch bei rund 15 Prozent aller Klinikgeburten.
Am Montag, 5. Mai, wird weltweit der Internationale Hebammentag begangen. Er soll auf die Bedeutung der Geburtshilfe aufmerksam machen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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