Mehr Hitzetote im Saarland: RKI meldet Höchstwert
- Laut RKI gab es dieses Jahr besonders viele Hitzetote. (Symbolbild)
- Foto: Thomas Warnack/dpa
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Saarland. Die Hitzewelle hat im Saarland in diesem Jahr laut Robert Koch-Institut deutlich schwerere Folgen als in den Vorjahren. Nach aktuellen Schätzungen des RKI starben bis zum 2. August bereits etwa 430 Menschen hitzebedingt.
Das sind nach den Angaben mehr als in den vergangenen fünf Jahren zusammen. Für diesen Zeitraum nennt das RKI insgesamt rund 260 hitzebedingte Sterbefälle im Saarland.
Saarland bundesweit mit dem höchsten Wert
Im laufenden Jahr kommen laut RKI 43,4 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Kein anderes Bundesland weist nach dieser Berechnung einen höheren Wert auf. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert im Saarland noch bei 6,6.
Die bisher höchste Zahl im Saarland innerhalb der vergangenen zehn Jahre wurde nach den neuesten Schätzungen bislang für 2019 erfasst. Damals gab es im gesamten Jahr etwa 160 hitzebedingte Todesfälle.
Schätzungen werden laufend neu berechnet
Das RKI weist darauf hin, dass sich die Angaben auch rückwirkend ändern können. Nach Angaben einer Sprecherin werden die Schätzungen monatlich neu berechnet. Auch das Modell werde weiterentwickelt. Deshalb können die Werte von früheren Wochenberichten abweichen.
Die aktuelle Schätzung für das Saarland reicht von 280 bis 590 hitzebedingten Sterbefällen bis Anfang August. Grundlage sind unter anderem die Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes.
Auch bundesweit deutlich mehr Hitzetote
Deutschlandweit führten Hitzeperioden nach RKI-Schätzungen in diesem Jahr bisher zu rund 12.500 Sterbefällen. Damit starben schon bis Anfang August deutlich mehr Menschen infolge von Hitze als sonst in manchen ganzen Jahren.
Das RKI bezeichnet die aktuelle Zahl zudem als konservative Schätzung. Die tatsächliche Gesamtzahl der Hitzetoten könnte also noch höher liegen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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