Hitzetote im Saarland: RKI schätzt bereits 520 Fälle

Die Zahl der Menschen, die laut Schätzung an Folgen der Hitze starb, steigt. (Symbolbild) | Foto: Jens Büttner/dpa
  • Die Zahl der Menschen, die laut Schätzung an Folgen der Hitze starb, steigt. (Symbolbild)
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Saarland. Hitze bleibt vor allem für ältere Menschen ein ernstes Gesundheitsrisiko im Saarland. Nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind dort bis Mitte August bereits rund 520 Menschen an den Folgen hoher Temperaturen gestorben. In den fünf Jahren davor waren es zusammen etwa 250 hitzebedingte Sterbefälle.

Höchster Wert im Bundesvergleich

Auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner kommen im Saarland im laufenden Jahr 52,6 hitzebedingte Todesfälle. Dieser Wert ist nach RKI-Angaben in keinem anderen Bundesland höher. Im vergangenen Jahr lag der Wert im Saarland bei 6,8.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Geschätzte hitzebedingte Sterbefälle im Saarland bis Mitte August: 520
  • Spanne der RKI-Schätzung für das Saarland: 370 bis 680 Fälle
  • Hitzebedingte Sterbefälle in den fünf Jahren davor zusammen: 250
  • Deutschlandweit geschätzte hitzebedingte Sterbefälle in diesem Jahr: 15.800

Warum die Zahlen schwanken können

Das RKI weist darauf hin, dass es sich um Schätzungen handelt. Grundlage sind unter anderem das Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes. Die Werte können sich auch rückwirkend ändern, weil die Berechnungen monatlich aktualisiert werden und das Modell weiterentwickelt wird.

Den bisherigen Höchstwert der vergangenen zehn Jahre im Saarland hatte das RKI für ein früheres Jahr mit rund 160 hitzebedingten Sterbefällen im gesamten Jahr geschätzt. Die aktuelle Zahl liegt bereits bis Mitte August deutlich darüber.

Bundesweit ordnet das RKI den größten Teil der Sterbefälle zwei Hitzephasen zu. Etwa 9.600 Fälle entfallen demnach auf die besonders heiße 26. Kalenderwoche Ende Juni. Rund 4.000 weitere Sterbefälle werden der Hitze von Ende Juli bis Mitte August zugerechnet. Besonders betroffen sind ältere Menschen. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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