Hitzetote im Saarland: RKI meldet schon 150 Fälle
- Auch das Saarland hat Ende Juni eine Hitzewelle von bis zu gut 41 Grad erlebt. (Symbolbild)
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Saarland. Die Hitze hat im Saarland bereits spürbare Folgen für die Gesundheit. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind von Januar bis Ende Juni 150 Menschen hitzebedingt gestorben.
Das sind schon jetzt mehr als doppelt so viele Fälle wie im gesamten vergangenen Jahr. Für das Vorjahr nennt das RKI geschätzt 70 hitzebedingte Todesfälle. Auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner kommen damit im laufenden Jahr 15,5 hitzebedingte Todesfälle. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 7,1.
RKI sieht deutlichen Anstieg im Vergleich zu Vorjahren
Auch im Zehnjahresvergleich fällt der bisherige Wert hoch aus. Der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre war laut RKI im Jahr 2019 mit 13,8 Fällen pro 100.000 Einwohner erreicht worden.
Die Behörde weist zugleich auf Unsicherheiten bei der Berechnung hin. Die Schätzung stützt sich unter anderem auf das Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und auf Daten des Deutschen Wetterdienstes. Je nach Rechenmodell kommt das RKI für den Zeitraum von Januar bis Ende Juni im Saarland auf 50 bis 250 hitzebedingte Sterbefälle.
Hitzewelle Ende Juni als möglicher Faktor
Bundesweit starben seit Sommerbeginn bis einschließlich Ende Juni nach RKI-Schätzungen 5.120 Menschen wegen der Hitze. Nach Angaben der Behörde steigen die Sterblichkeitswerte typischerweise in Sommerwochen mit einer mittleren Temperatur von mehr als 20 Grad deutlich an.
In der Woche vom 22. bis 28. Juni lag der Durchschnitt aus Tages- und Nachttemperaturen laut RKI bei 26,4 Grad. Damit wurde die Schwelle überschritten, ab der ein merklicher hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit zu erwarten ist. Auch im Saarland gab es Ende Juni eine Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 41 Grad. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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