Deutlich mehr Endometriose-Fälle im Saarland registriert

Endometriose kann bei Frauen extrem starke Regelschmerzen verursachen und zu einem unerfüllten Kinderwunsch führen. (Symbolbild) | Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn
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Saarland. Immer mehr Frauen im Saarland erhalten die Diagnose Endometriose. Nach Daten des aktuellen Arztreports der Krankenkasse Barmer wurden im vergangenen Jahr rund 6.500 Patientinnen mit der Erkrankung erfasst.

Das entspricht etwa 1.260 Fällen je 100.000 Frauen. Im langfristigen Vergleich zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Binnen 20 Jahren nahm die Zahl der diagnostizierten Fälle um 72 Prozent zu.

Mehr Aufmerksamkeit führt zu häufigeren Diagnosen

Ein wichtiger Grund für die Entwicklung liegt laut Barmer in der gewachsenen Aufmerksamkeit für die Krankheit. „Endometriose ist viel stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen. Dadurch wird die Diagnose häufiger gestellt und für betroffene Frauen entfallen oft Jahre der Ungewissheit“, sagte die Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland, Dunja Kleis.

Bei der Behandlung müssten Ärztinnen und Ärzte verschiedene Faktoren berücksichtigen. Neben den Schmerzen spielen auch mögliche Organschäden etwa am Darm sowie ein möglicher Kinderwunsch eine Rolle.

Chronische Erkrankung mit starken Schmerzen

Endometriose ist eine chronische und häufig sehr schmerzhafte Erkrankung. Dabei wächst Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt. Typisch sind vor allem starke Unterleibsschmerzen.

Wichtige Fakten zur Krankheit:

  • Das Gewebe kann sich an verschiedenen Stellen im Bauchraum ansiedeln.
  • Beschwerden treten häufig zyklusabhängig auf.
  • Unbehandelt kann es zu Entzündungen und Organschäden kommen.

Die Auswertung der Barmer basiert auf anonymisierten Abrechnungsdaten von Versicherten aus ambulanten und stationären Behandlungen zwischen 2005 und 2024. Die Ergebnisse wurden standardisiert und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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