Neue Regeln für Förderschulen: Das ändert sich jetzt für Schüler im Saarland
- Die Förderschulen im Saarland sollen besser aufgestellt werden. (Symbolbild)
- Foto: Peter Kneffel/dpa
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Saarbrücken. Kürzere Schulwege, neue Unterrichtsinhalte und bessere Abschlusschancen für Kinder mit Förderbedarf. Im Saarland soll eine Reform der Förderschulen den Alltag vieler Familien spürbar verändern. Das Kabinett hat den Entwurf für eine neue Förderschulverordnung beschlossen.
Im Land lernen derzeit rund 4100 Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf an etwa 40 Förderschulen. Die geplanten Änderungen sollen Unterricht, Abschlüsse und Schulstandorte stärker an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler anpassen.
Mehr Bildungswege an Förderschulen
Ein zentraler Punkt der Reform ist die Erweiterung der möglichen Schulabschlüsse. Künftig soll an mehreren Förderschulformen neben dem Hauptschulabschluss auch die Mittlere Reife erreicht werden können.
Außerdem sind einheitliche Unterrichtszeiten vorgesehen. Für die Klassenstufen eins bis vier sollen künftig 26 Wochenstunden gelten. Ab der fünften Klasse sind 30 Wochenstunden geplant.
Gemeinsame Standorte und kürzere Wege
Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen oder mehreren Förderbedarfen sollen stärker gemeinsam an regionalen Standorten unterrichtet werden. Ziel ist es, die Wege zur Schule zu verkürzen und Familien zu entlasten.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot erklärte, dass dadurch auch die soziale Einbindung im Wohnumfeld gestärkt werden könne.
Digitale Themen im Unterricht
Auch die Inhalte im Unterricht sollen erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Angebote in folgenden Bereichen:
- Informatik
- Digitale Bildung
Damit sollen Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf stärker auf den Alltag und die Arbeitswelt vorbereitet werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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