Neue Förderung im Saarland: Geld für Rufbusse bis 2027
- Auch im Landkreis St. Wendel sind bereits On-Demand-Kleinbusse unterwegs. (Archivbild)
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Saarland. Im Saarland können Kommunen neue Angebote im Nahverkehr auf Abruf starten oder ausbauen. Das Land stellt dafür frische Mittel bereit und erleichtert den Einstieg in flexible Mobilitätslösungen.
Kommunen können sich ab sofort bei der Landesregierung um eine Starthilfe für sogenannte On-Demand-Verkehre bewerben. Dazu zählen Bürgerbusse und Rufbusse, die Fahrten nach Bedarf bündeln und flexibel fahren. Für die neue Förderperiode stehen bis Ende 2027 rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, teilte Mobilitätsministerin Petra Berg von der SPD mit. Bewerbungen sind bis Freitag, 26. Juni möglich.
Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen und den Autoverkehr zu verringern. Nach Angaben der Ministerin soll der Nahverkehr für alle Menschen zugänglich und leistungsfähig sein und so eine echte Alternative zum eigenen Auto bieten.
Erfahrungen aus Pilotprojekten
Bereits gefördert wurden drei Pilotprojekte in den Landkreisen St. Wendel und Neunkirchen sowie im Saarpfalz-Kreis. Sie starteten in den Jahren 2024 und 2025 und beförderten zusammen rund 115.000 Fahrgäste.
Die Fahrten werden per App oder telefonisch gebucht. Eine digitale Plattform koordiniert die Routen in Echtzeit und bündelt ähnliche Ziele. So können mehrere Fahrgäste effizient gemeinsam unterwegs sein. Auf der Plattform flitsaar sind aktuell mehr als 10.000 Nutzer registriert. Viele nutzen das Angebot regelmäßig mit durchschnittlich 5 bis 20 Fahrten im Monat.
On-Demand-Verkehre dienen als Zubringer zu Bus und Bahn. Sie stärken die Mobilität vor allem in ländlichen Regionen und zu Randzeiten und ergänzen das bestehende Angebot sinnvoll. dpa/red
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Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |