Mehr Nutrias im Saarland: 140 Tiere im Jagdjahr erlegt
- Nutrias unterhöhlen Deichanlagen und gefährden so den Hochwasserschutz. (Archivbild)
- Foto: Patrick Pleul/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Saarland. Für den Schutz von Ufern, Deichen und heimischen Arten wurden im Saarland mehr Nutrias entnommen. Im Jagdjahr 2024/2025 haben Jägerinnen und Jäger nach Angaben des Deutschen Jagdverbands 140 Tiere erlegt.
Damit lag die Zahl über dem Wert aus der Saison 2022/2023 mit 105 entnommenen Nutrias. Für die Jagdsaison 2023/2024 nannte der Verband keine Angaben. Seit 2018/2019 mit 16 erlegten Tieren zeigt die Statistik damit im Saarland insgesamt klar nach oben.
Warum die Bestände begrenzt werden
Die aus Südamerika stammende Nutria gilt als invasive Art. Deutschland ist deshalb verpflichtet, ihre Ausbreitung einzudämmen. Nach Angaben des Jagdverbands zerstören die Tiere Schilfgürtel. Das setzt Vogel-, Fisch- und Amphibienarten unter Druck. Zudem unterhöhlen Nutrias Deichanlagen und können damit den Hochwasserschutz schwächen.
Blick auf den Bundestrend
Bundesweit steigt die Zahl der erlegten Nutrias seit Jahren deutlich an. Zuletzt waren es laut Jagdverband 131.157 Tiere. Im Vergleich zu den Werten vor 20 Jahren entspricht das dem Verband zufolge einem Plus von rund 1700 Prozent.
Die höchsten Zahlen meldeten im vergangenen Jagdjahr Niedersachsen mit rund 54.000 und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 41.000 erlegten Nutrias. Andere Bundesländer blieben mit vier- oder dreistelligen Werten teils deutlich darunter. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |