Juni-Hitzerekord im Saarland: 38,8 Grad in Perl-Nennig

Der Temperaturrekord ist gebrochen. (Archivbild) | Foto: Harald Tittel/dpa
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Perl-Nennig. Die Hitzewelle bringt im Saarland neue Rekordwerte. Am Donnerstag, 25. Juni, wurden im Ortsteil Nennig der Gemeinde Perl nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes 38,8 Grad gemessen. So heiß war es an einer DWD-Station im Bundesland in einem Juni noch nie.

Der neue Höchstwert wurde im Landkreis Merzig-Wadern registriert. Erst wenige Tage zuvor war ein anderer Juni-Rekord aufgestellt worden. Am Freitag, 20. Juni, hatte der Deutsche Wetterdienst in Saarbrücken-Burbach 37,5 Grad gemessen. Auch dieser Wert wurde am Donnerstag erneut übertroffen. In Weißkirchen im Landkreis Merzig-Wadern zeigte das Thermometer 38,4 Grad.

Hitzewelle hält seit Tagen an

Der historische Temperaturrekord für das Saarland bleibt jedoch bestehen. Am 25. Juli wurden an einer Messstation in Neunkirchen 40,2 Grad gemessen. Deutschlandweit werden Wetterdaten seit dem Jahr 1881 systematisch erfasst. Das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes umfasst rund 2000 Stationen.

Seit mehreren Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen nahe der 40 Grad Marke. Besonders belastend ist die Situation, weil auch nachts kaum Abkühlung eintritt.

In sogenannten tropischen Nächten sinkt die Temperatur nicht unter 20 Grad. Das erschwert erholsamen Schlaf und belastet den Kreislauf. Städte heizen sich zusätzlich stärker auf, weil dort viele versiegelte Flächen Wärme speichern.

Gesundheitsministerium rät zu Vorsicht

Nach Angaben von Fachleuten nehmen extreme Wetterlagen durch den Klimawandel zu. Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Zahl der Tage mit mehr als 30 Grad in Deutschland im Durchschnitt steigt.

Das saarländische Gesundheitsministerium rät bei großer Hitze zu besonderer Vorsicht.

  • Körperliche Anstrengungen im Freien möglichst vermeiden
  • Ausreichend trinken
  • Möglichst im Schatten oder in kühlen Räumen bleiben
  • Wohnungen nur am frühen Morgen oder späten Abend lüften

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Schwangere und Kinder. Für diese Gruppen kann extreme Hitze schnell zur gesundheitlichen Belastung werden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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