Fast zehn Millionen Euro: Saar-Uni holt renommierten Forscher nach Deutschland

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Pharmazie, Lebenswissenschaften, Bioinformatik und den Naturwissenschaften arbeiten auf dem Saarbrücker und Homburger Campus zusammen an neuen Wirkstoffen, Diagnose- und Behandlungsmethoden. (Symbolbild) | Foto: Andreas Arnold/dpa
  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Pharmazie, Lebenswissenschaften, Bioinformatik und den Naturwissenschaften arbeiten auf dem Saarbrücker und Homburger Campus zusammen an neuen Wirkstoffen, Diagnose- und Behandlungsmethoden. (Symbolbild)
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Saarbrücken. Die Universität des Saarlandes bekommt einen international renommierten Forscher. Der Biologe Nicholas Taylor wurde mit der Alexander-von-Humboldt-Professur ausgezeichnet und soll künftig helfen, die Wirkstoff- und Anti-Infektionsforschung im Saarland auszubauen.

Der Wissenschaftler arbeitet derzeit als Professor an der Universität Kopenhagen. Ab dem Jahr 2027 soll er im Saarland eine Professur für Strukturbiologie mit Schwerpunkt Kryo Elektronenmikroskopie übernehmen. Die Universität teilte mit, dass Taylor sowohl auf dem Campus in Homburg als auch in Saarbrücken forschen wird.

Forschung soll neue Medikamente ermöglichen

Nach Angaben der Medizinischen Fakultät liefern Taylors Arbeiten grundlegende Erkenntnisse über Transportvorgänge durch Zellmembranen. Diese Erkenntnisse können dabei helfen, neue Medikamente und strukturbasierte Wirkstoffe zu entwickeln.

Dekan Matthias Hannig erklärte, dass Taylors Forschung wichtige Impulse für die medizinische Forschung geben könne. Durch die Zusammenarbeit auf beiden Campusstandorten sollen die Ergebnisse in verschiedene Forschungsbereiche einfließen.

Preis mit Millionenförderung

Die Alexander von Humboldt-Professur zählt zu den höchstdotierten Forschungspreisen in Deutschland. Sie wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesforschungsministerium finanziert.

Mit dem Preisgeld von rund 9,9 Millionen Euro sollen international führende Wissenschaftler für Forschung in Deutschland gewonnen werden.

Universitätspräsident Ludger Santen hatte Taylor für die Auszeichnung nominiert. Ziel sei es, moderne molekulare Bildgebungsverfahren stärker zu bündeln und den Schwerpunkt Wirkstoffentwicklung international sichtbarer zu machen.

Taylor untersucht sogenannte molekulare Maschinen in menschlichen Zellen. Mit der hochauflösenden Kryo Elektronenmikroskopie macht er Prozesse auf Zellebene sichtbar und analysiert deren Struktur. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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