Fackellauf in Saarbrücken: Achtjähriger trägt Flamme der Hoffnung
- Elias (8) trägt gemeinsam mit seiner Mutter Stephanie Lade die Grubenlampe, das Symbol des Fackellaufs der Special Olympics, auf einem Holzträger durch die Saarbrücker Innenstadt.
- Foto: Laszlo Pinter/dpa
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Saarbrücken. Beim Fackellauf der Special Olympics hat ein achtjähriger Junge am Montag, 15. Juni, in der Innenstadt für einen besonderen Moment gesorgt. Hunderte Menschen jubelten dem Kind zu, als es die „Flamme der Hoffnung“ bis zur Europa Galerie trug.
Elias aus Saarbrücken durfte gegen 17.40 Uhr den letzten Abschnitt des Laufs übernehmen. Gemeinsam mit seiner Mutter hielt er eine Grubenlaterne mit der Flamme und ging die letzten Meter durch die Bahnhofstraße. Feuerwehrfahrzeuge schalteten Blaulicht ein. Viele Zuschauer klatschten, winkten oder filmten den Moment.
Der Junge hat das Down Syndrom und war nach Angaben seiner Familie einer der jüngsten Teilnehmer des Fackellaufs. Schon Tage zuvor sprach er immer wieder von seinem Einsatz. Zu Hause erklärte er sogar seinen Kuscheltieren, was ihn an diesem Tag erwartete.
Große Unterstützung entlang der Strecke
Entlang der Route bildeten Freunde, Verwandte, Mitschüler und Lehrkräfte eine große Jubelzone. Auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken unterstützten Elias lautstark. Seine Mutter engagiert sich dort im Löschbezirk 13 St. Johann. Viele Feuerwehrleute kennen den Jungen seit Jahren.
Aus einem zunächst kleinen Empfang wurde eine große Kulisse. Viele Zuschauer reagierten spontan. Einige riefen seinen Namen. Andere hielten den Moment mit ihren Handys fest.
Auftakt der Special Olympics im Saarland
Der Fackellauf markiert den offiziellen Beginn der Special Olympics im Saarland. Die Veranstaltung läuft noch bis Samstag, 20. Juni. Die „Flamme der Hoffnung“ steht für Respekt, Teilhabe, Gemeinschaft und Inklusion. Die Special Olympics gelten als weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.
In Saarbrücken trugen zehn Tandempaare aus Menschen mit und ohne geistige Behinderung die Flamme durch die Innenstadt. Aus Sicherheitsgründen befand sie sich in einer Grubenlaterne, die an einem Holzträger befestigt war und gemeinsam getragen wurde.
Vorbereitung auf den großen Moment
Elias bereitete sich gemeinsam mit seiner Mutter auf den Lauf vor. Beide schauten Videos früherer Fackelläufe und gingen die Strecke mehrfach ab. Bei einem Besuch des Fackellaufs in Homburg konnte er die Atmosphäre bereits erleben.
Als der große Moment kam, lief der Achtjährige mit einem breiten Lächeln durch die jubelnde Menge. Immer wieder winkte er den Zuschauern zu. Sein typisches „Hurraaa“ hallte mehrfach durch die Bahnhofstraße.
An der Europa Galerie nahmen unter anderem Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt und Vertreter der Special Olympics die Flamme entgegen. Die größte Aufmerksamkeit galt an diesem Abend jedoch dem jungen Fackelträger. Für viele Zuschauer stand ein Zeichen im Mittelpunkt. Nicht die Behinderung. Sondern die Freude eines Kindes und die Idee der Inklusion. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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