3. Liga: Aachens Rückrunden-Rausch - Selimbegovic warnt vor zu viel Euphorie
- 3. Liga im Blick: Aachen feiert den nächsten Rückrunden-Schub, während Saarbrücken und Ulm um Luft und Hoffnung kämpfen.
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Fußball. Alemannia Aachen hat sich in wenigen Monaten in der Tabelle der Dritten Liga vom Abstiegsplatz nach oben gearbeitet und sorgt am Tivoli plötzlich wieder für Gänsehaut-Momente. Nach dem 3:0 gegen Wehen Wiesbaden steht das Team als zweitbeste Rückrunden-Mannschaft da und setzt die nächste Duftmarke vor dem Auftritt in Saarbrücken am 8. April.
Alemannia Aachen dreht die Saison: acht Siege aus zwölf Spielen
Beim Blick auf die Stimmung im Stadion musste Mersad Selimbegovic, Trainer Alemannia Aachen, selbst schmunzeln: „Wenn man das hier sieht und nicht weiß, dass das 3. Liga ist, denkt man, dass man in der Europa League gespielt hat.“ Die Basis für den Lauf benennt er klar: „Aber jetzt kommt alles zurück, weil wir sehr fleißig sind und sehr gut harmonieren.“ Aachen kletterte nach dem 3:0 auf Platz 9, in der Rückrunde geht es sogar bis auf Rang 2 hinter Osnabrück. Trotzdem bleibt Selimbegovic vorsichtig: „Wir sind noch nicht am Ziel, aber ganz nah dran.“
Mika Schroers trifft dreifach und spricht von „Pure Gänsehaut“
Fast wie aus dem Drehbuch: Mika Schroers verlängert erst seinen Vertrag und macht dann alle drei Tore, „alle drei lupenrein in der 1. Halbzeit“. Der Stürmer beschreibt den Moment nach seinem Hattrick so: „War ein cooles Gefühl bei der Auswechslung, das macht schon etwas mit einem. Pure Gänsehaut.“ Und er schiebt hinterher, warum ihn der Tag besonders getragen hat: „Es ist ein superschönes Gefühl, wenn man weiß, dass Familie und Freunde da sind und sich das ganze Stadion erhebt. Ich habe hier meine Spielfreude wiedergefunden.“
Wehen Wiesbaden hadert: „1. Halbzeit zum Vergessen“
Auf der Gegenseite fand Daniel Scherning, Trainer SV Wehen Wiesbaden, deutliche Worte: „Wir haben eine katastrophale 1. Halbzeit gespielt.“ Auch Florian Hübner, SV Wehen Wiesbaden, ärgerte sich über den Auftritt: „In der 1. Halbzeit haben wir Kinderfußball gespielt.“
Saarbrücken atmet durch, Ulm klammert sich ans Wunder
In Saarbrücken gab es nach dem 1:0 gegen Ingolstadt zwar keine große Euphorie, aber spürbar Erleichterung. Argirios Giannikis, Trainer 1. FC Saarbrücken, sagt: „Die Mannschaft hat gut gearbeitet, hat sich reingehangen, ist die Wege gegangen. [...] Das war ein wichtiger Sieg.“ Kai Brünker, 1. FC Saarbrücken, bringt das Ziel auf den Punkt: „Wir wollen schnellstmöglich die Punkte holen, dass wir durchschnaufen können.“
Der SSV Ulm 1846 Fußball bleibt als Tabellen-17. im Hoffnungsmodus. Niklas Kölle, Siegtorschütze gegen Verl, glaubt weiter an die Chance: „Man weiß, dass im Fußball nichts unmöglich ist. So sollte man die letzten sieben Spiele angehen. Man kann immer für ein Wunder sorgen.“ [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |