SV Darmstadt 98 blickt auf Pokalgegner Carl Zeiss Jena
- Der SV Darmstadt 98 hat den FC Carl Zeiss Jena im Gegnercheck vorgestellt.
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Fußball. Der SV Darmstadt 98 hat vor dem Aufeinandertreffen mit dem FC Carl Zeiss Jena im DFB-Pokal einen Blick auf den Gegner veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichte des Traditionsvereins, die aktuelle defensive Stabilität und Torhüter Marius Liesegang.
Traditionsverein mit internationaler Vergangenheit
Der FC Carl Zeiss Jena wurde am 13. Mai als Fußball-Klub „Carl Zeiß“ Jena gegründet und wechselte im Laufe der Jahrzehnte mehrfach Namen und Organisationsform. Seit 1939 trägt die Spielstätte den Namen Ernst-Abbe-Sportfeld. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Entwicklung über verschiedene Sportgemeinschaften zum SC Motor Jena, aus dem 1966 der FC Carl Zeiss Jena in seiner heutigen Namensform entstand.
Die erfolgreichste Phase des Vereins lag in den 1960er- und 1970er-Jahren. Jena gewann dreimal die DDR-Meisterschaft und viermal den Pokal. International erreichte der Klub am 13. Mai das Finale im Europapokal der Pokalsieger in Düsseldorf, verlor dort aber gegen Dynamo Tiflis mit 1:2. Nach der Wiedervereinigung spielte Jena mehrere Jahre in der 2. Bundesliga. In der Saison 2007/08 zog der FCC nach Siegen unter anderem gegen den VfB Stuttgart bis ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Aktuell tritt Carl Zeiss Jena in der Regionalliga Nordost an.
Defensive zum Saisonstart stabil
Zum Start in die neue Saison zeigte sich Jena defensiv gefestigt. In den ersten fünf Partien der Regionalliga Nordost kassierte die Mannschaft vier Gegentreffer und blieb dreimal ohne Gegentor. Auswärts gewann der FCC beim SV Babelsberg 03 und bei der BSG Chemie Leipzig jeweils mit 1:0. Auch beim 4:0-Heimsieg gegen den RSV Eintracht stand hinten die Null.
Liesegang als Nummer eins im Jenaer Tor
Eine zentrale Rolle nimmt Torhüter Marius Liesegang ein. Der in Magdeburg geborene Keeper wurde beim 1. FC Magdeburg ausgebildet und wechselte 2016 in das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FSV Mainz 05. Dort spielte er in der U17, U19 und später in der zweiten Mannschaft, wo er in der Regionalliga Südwest Erfahrungen im Herrenfußball sammelte. 2020 erhielt er in Mainz einen Profivertrag.
Im Januar 2022 schloss sich Liesegang Dynamo Dresden an, kam dort in der Rückrunde aber zu keinem Pflichtspieleinsatz. Anschließend wechselte er zum FC Teutonia 05 Ottensen und absolvierte 65 Spiele in der Regionalliga Nord. Im August 2023 stand er mit Teutonia im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen auf dem Platz.
Zur Saison 2024/25 wechselte Liesegang zum FC Carl Zeiss Jena und übernahm dort die Rolle der Nummer eins. In seinen ersten beiden Spielzeiten für den FCC absolvierte er 67 Pflichtspiele und blieb 23-mal ohne Gegentreffer. Im Sommer 2026 verlängerte der Torhüter seinen Vertrag in Jena vorzeitig bis 2027.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |