Mainz 05 vor Pokalspiel gegen Außenseiter aus Brandenburg
- Mainz 05 trifft in der ersten DFB-Pokalrunde auf den VfB Krieschow, bei dem Rekordspieler Andy Hebler im Mittelpunkt steht.
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Mainz 05. Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfB Krieschow rückt beim Gegner vor allem ein Name in den Mittelpunkt: Andy Hebler. Der 37-Jährige ist Kapitän, Rekordspieler und prägende Figur des Oberligisten aus dem Landkreis Spree-Neiße. Für ihn ist die Partie gegen Mainz 05 nach Angaben des Vereins das größte Spiel seiner Karriere.
Hebler lebt nur wenige Minuten von der Sportanlage des VfB entfernt. Zum Training vor dem Pokalspiel musste er diesmal allerdings aus dem Familienurlaub in der Türkei anreisen. Nach Vereinsangaben hatte er dafür auch einen Trainingsplan im Gepäck, um für die erste Runde bereit zu sein.
Erstes DFB-Pokalspiel für Hebler
Der Angreifer erklärte, ein Einsatz im DFB-Pokal sei in seinem Alter alles andere als selbstverständlich. Besondere Spiele habe es in seiner Laufbahn zwar schon gegeben, das Duell mit Mainz 05 zähle aber zu den Höhepunkten. Hebler spielte einst auch für Energie Cottbus und stieg mit Holstein Kiel in die dritthöchste Spielklasse auf. Wegen Verletzungen kam er dort laut Vereinsangaben nur auf fünf Einsätze.
Seit mehr als zehn Jahren läuft Hebler für Krieschow auf. Gemeinsam mit Alexander Bittroff und Martin Zurawski gehört er zu den ältesten Spielern im Kader. Nach Angaben von Mainz 05 hat Hebler seit 2016 insgesamt 284 Pflichtspieltore für den VfB erzielt. Damit sei er Rekordtorschütze des Vereins sowie in der NOFV-Oberliga Süd und im Landespokal.
Kleiner Ort, großes Fußballspiel
Krieschow hat nach Angaben des Vereins rund 500 Einwohner und liegt 14 Kilometer von Cottbus entfernt. Das Heimspiel gegen einen Bundesligisten im DFB-Pokal sei für den gesamten Verein eine außergewöhnliche Situation. Hebler schilderte, dass besonders viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer seit Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt seien.
Sportlich verlief der Start in die Oberliga-Saison für den VfB Krieschow laut der Mitteilung mit zwei Niederlagen. Umso stärker steht das Pokalspiel im Fokus. Hebler beschrieb seinen Heimatverein als enges, familiäres Umfeld und verwies auf die Entwicklung des Klubs, der seit zehn Jahren in der Oberliga spielt und den Landespokal gewann.
Mainz 05 klarer Favorit
Vor dem Duell mit Mainz 05 sieht Hebler die Rollen klar verteilt. Die Chancen seines Teams auf eine Überraschung bezifferte er nur auf ein bis zwei Prozent, verwies aber zugleich auf die besondere Geschichte des Wettbewerbs. Mainz nehme er von außen als unaufgeregten Verein wahr, der seriös arbeite und eine starke Mannschaft habe.
Auch über seine Zeit nach der aktiven Karriere machte sich der 37-Jährige bereits Gedanken. Ein Leben ohne Fußball könne er sich kaum vorstellen. Nach dem Ende seiner Laufbahn wolle er dem Sport in irgendeiner Form erhalten bleiben. In der Sommerpause habe er bereits bei den Alten Herren des VfB mitgespielt. Das sei besser, als laufen zu gehen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |