Bahnverbindung zwischen Köln und Mainz: Zugausfälle und Umleitungen stehen an
- Bauarbeiten an Gleisen und Weichen führen ab Samstag zu Zugausfällen und Umleitungen auf der linken Rheinstrecke zwischen Köln und Mainz.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
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Rheinhessen. Fahrgäste auf der linken Rheinstrecke müssen sich ab Samstag, 20. Juni, auf Zugausfälle, Umleitungen und Ersatzbusse einstellen. Die Deutsche Bahn setzt zwischen Köln und Mainz umfangreiche Instandhaltungsarbeiten fort.
Warum jetzt gebaut wird
Die Arbeiten gelten als letzte große Maßnahme vor der geplanten Korridorsanierung zwischen Troisdorf und Wiesbaden ab Juli 2026. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wird die linksrheinische Strecke während dieser Großbaustelle als zentrale Umleiterroute für den Personen- und Güterverkehr benötigt.
Wo die Bahn arbeitet
Die Fachkräfte erneuern Gleise, Weichen und Teile der Oberleitung zwischen Hürth und Bonn. Zusätzlich werden Gleise zwischen Koblenz-Lützel und Koblenz Hauptbahnhof erneuert. Südlich von Koblenz laufen Arbeiten im Bereich des Kammereck-Tunnels. Im Raum Mainz werden Anlagen für moderne Stellwerkstechnik vorbereitet.
Auswirkungen im Fernverkehr
Im Fernverkehr kommt es zu Umleitungen und Haltentfällen in mehreren Zeiträumen.
- Von Mittwoch, 2. Juli, 21 Uhr, bis Freitag, 10. Juli, 5 Uhr entfallen die Halte Köln Hbf, Bonn Hbf, Remagen und Andernach. Zusätzliche Halte gibt es in Köln Messe Deutz und teils in Bonn Beuel.
- Von Dienstag, 24. Juni, 8 Uhr, bis Freitag, 10. Juli, 20 Uhr entfallen Züge zwischen Koblenz und Mainz mit Haltwegfall in Bingen.
- An den Wochenenden Samstag, 20. Juni, Sonntag, 21. Juni, Samstag, 27. Juni, Sonntag, 28. Juni sowie Samstag, 4. Juli, Sonntag, 5. Juli entfallen in Mainz bei vielen ICE Zügen die Halte.
Änderungen im Nahverkehr
Im Nahverkehr in Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen fahren zahlreiche Linien abschnittsweise nicht. Ersatzbusse übernehmen den Verkehr.
- RE 2, RE 5, RE 8, RE 17 sowie mehrere RB Linien sind zeitweise unterbrochen.
- Zwischen Köln, Bonn, Koblenz, Bingen und Mainz kommen umfangreiche Busverkehre zum Einsatz.
- Zusätzliche Schnellbusse sollen die wichtigsten Pendlerachsen entlasten.
Ersatzkonzept wird getestet
Das aktuelle Ersatzkonzept dient als Probelauf für die geplante Korridorsanierung der linken Rheinstrecke im Jahr 2028. Begleitend führt go.Rheinland eine Marktforschung durch, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
Die geänderten Fahrpläne sind in den digitalen Auskunftssystemen und an den Bahnsteigen abrufbar. Trotz moderner Technik lässt sich Baulärm nicht vollständig vermeiden. Die Bahn bittet Anwohnende und Reisende um Verständnis.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |