Spuckangriff in Bingen: Mann greift Bundespolizisten an
- Symbolfoto: Nach einem Zugverweis in Bingen soll ein 26-Jähriger einen Bundespolizisten angespuckt und angegriffen haben. In seinem Rucksack fanden Einsatzkräfte ein Küchenmesser.
- Foto: Symbolfoto Eva Bender
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Bingen. Am Mittwoch, 7. Oktober, gegen 17.25 Uhr hat ein 26-Jähriger nach einem Zugverweis am Bahnhof Bingen einen Bundespolizisten angespuckt und anschließend versucht, ihn zu schlagen.
Zuvor hatten drei Männer am Bahnhof Bacharach wartende Reisende an einem stark frequentierten Bahnsteig gestört. Ein Bundespolizist, der auf dem Weg zum Dienst war, beobachtete die Situation und hielt die Männer für eine Kontrolle an. Weil ein Zug einfuhr, setzte er die Kontrolle im Regionalexpress in Richtung Frankfurt fort. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern handelte es sich um drei Rumänen ohne gültigen Fahrschein. Der Beamte verwies sie deshalb am nächsten Halt in Bingen aus dem Zug.
Beim Aussteigen spuckte der 26-Jährige den Polizisten an. Als der Beamte dem Mann folgte, versuchte dieser nach ihm zu schlagen. Der Polizist wehrte den Angriff laut Bundespolizei mit einem Tritt ab. Bei der folgenden körperlichen Auseinandersetzung erlitt der 26-Jährige Schürfwunden und wurde gefesselt. Der Beamte zog sich eine Schürfwunde am Knie zu, blieb aber dienstfähig. Eine Streife der Polizeiinspektion Bingen unterstützte vor Ort.
Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem 26-Jährigen ergab 1,8 Promille. Bei der Durchsuchung seines Rucksacks fanden die Einsatzkräfte zudem ein Küchenmesser. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der Mann weiterreisen. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen. Zudem wurde wegen falscher Namensangabe ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |