Kuriose Einsätze in Bad Kreuznach: Polizei gleich mehrfach gefordert
- Kuriose Polizeieinsätze in Bad Kreuznach: Am Sonntag beschäftigten eine pöbelnde Frau, ein Mann mit verbotenen Messern und Drogen, ein Vorfall in einem Wettbüro sowie ein eskalierter Nachbarschaftsstreit die Polizei.
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Bad Kreuznach. Am Sonntag, 16. August, hatten Einsatzkräfte in Bad Kreuznach und Umgebung gleich mehrfach mit ungewöhnlichen Vorfällen zu tun. Darüber berichtet die Polizeidirektion Bad Kreuznach. Schon gegen 9.30 Uhr wurde die Polizei zum Bahnhofsvorplatz gerufen, weil eine 31-Jährige offenbar grundlos mehrere Menschen anpöbelte. Die Frau ist der Polizei bereits bekannt und fiel laut Mitteilung schon mehrfach mit ähnlichem Verhalten auf. Die Beamten erteilten ihr einen Platzverweis, dem sie schließlich nachkam.
Wenig später meldeten Passanten einen Mann in der Innenstadt, der mehrere Messer schleifte. Die Einsatzkräfte kontrollierten den 54-Jährigen und fanden bei ihm drei Messer. Darunter waren auch Messer, deren Besitz oder Führen waffenrechtlich nicht erlaubt war. Außerdem entdeckten die Beamten eine geringe Menge Betäubungsmittel. Messer und Drogen wurden sichergestellt, Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Der Mann zeigte laut Polizei kein Verständnis dafür, dass seine Schleiftätigkeit bei Passanten ein ungutes Gefühl auslöste.
Für einen weiteren ungewöhnlichen Einsatz sorgte ein 40-Jähriger, der unter anderem mit Anzug und Krawatte ein Wettbüro betrat. Statt eine Wette abzugeben, ging er in einen Lagerraum und verrichtete dort seine Notdurft. Gegenüber den hinzugerufenen Polizisten zeigte er sich zunächst uneinsichtig. Nach einem eindringlichen Gespräch beseitigte er die Hinterlassenschaft dann selbst. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Außerdem erhielt er einen Platzverweis und ein Hausverbot. Das nahm der Mann grinsend zur Kenntnis und erklärte, er wolle ohnehin noch auf eine Hochzeit gehen.
Auch im Umland von Bad Kreuznach musste die Polizei als Streitschlichter eingreifen. Hintergrund war ein schon länger schwelender Nachbarschaftsstreit, der sich nach bisherigen Erkenntnissen an der musikalischen Betätigung eines orgelspielenden Sohnes entzündet hatte. Beide Seiten warfen sich vor, sich in den vergangenen Wochen mit lauter Musik provoziert zu haben.
Am Sonntag eskalierte der Streit dann offenbar: Beteiligt sollen mit einer Eisenstange beziehungsweise mit Pfefferspray aufeinander losgegangen sein. Zudem fielen mehrere Beleidigungen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Beamten versuchten vor Ort, die Lage zu beruhigen und den Streit zu schlichten. Ob die auffällige Häufung der Einsätze mit den hochsommerlichen Temperaturen zusammenhing, bleibt laut der Polizeidirektion Bad Kreuznach Spekulation.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |