KI-Erpressung: Betrüger drohen mit gefälschtem Video
- Kriminelle haben in Mainz offenbar ein KI-generiertes Video genutzt, um einen Mann unter Druck zu setzen und Geld zu fordern. Die Polizei warnt vor Betrug und Erpressung mit täuschend echt wirkenden Deepfake-Inhalten.
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Mainz. Am Donnerstag, 23. Juli, wurde ein Mann Opfer eines Erpressungsversuchs mit einem offenbar per Künstlicher Intelligenz erstellten Video. Wie das Polizeipräsidium Mainz berichtet, hatte der Geschädigte zuvor über eine Online-Plattform eine vermeintliche Frau kennengelernt.
Im weiteren Verlauf forderte die Unbekannte Geld in Form von Guthaben- und Zahlungskarten. Als der Mann nicht zahlte, änderte die Täterin ihre Masche. Kurz darauf erhielt er ein manipuliertes Video, das wie eine Nachrichtensendung wirkte. Darin war mit einer Gesichtsaufnahme des Mannes vor ihm gewarnt worden.
Anschließend drohte die Unbekannte damit, das Video zu veröffentlichen und den Mann wegen eines angeblichen Betrugs bei der Polizei anzuzeigen, falls er ihre Geldforderung nicht erfülle. Der Geschädigte ließ sich davon nicht einschüchtern, zahlte nicht und erstattete Anzeige. Ein finanzieller Schaden entstand nach Polizeiangaben nicht. Nach derzeitigem Stand wurde das manipulierte Video auch nicht veröffentlicht.
Die Polizei warnt, dass Kriminelle zunehmend KI nutzen, um täuschend echt wirkende Bilder, Stimmen oder Videos zu erstellen. Oft reichen dafür schon ein Foto oder ein kurzer Videoclip aus sozialen Netzwerken oder Messenger-Diensten. Bürger sollten bei Geldforderungen und digitalen Drohungen besonders wachsam sein und sich im Zweifel frühzeitig an die Polizei wenden.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |