Dachhaie fordern 5.000 Euro statt 270 Euro
- Zwei mutmaßliche Dachhaie sollen in Bad Münster am Stein-Ebernburg nach Arbeiten an einer Dachrinne statt vereinbarter 270 Euro plötzlich 5.000 Euro verlangt haben. Die Polizei Bad Kreuznach warnt vor Betrug durch unseriöse Handwerker.
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Bad Münster am Stein-Ebernburg. Am Freitag, 16. Oktober, versuchten zwei Männer gegen 16.15 Uhr in der Straße Am Felseneck, ein Ehepaar mittleren Alters mit angeblichen Arbeiten an der Dachrinne um viel Geld zu bringen.
Die 34 und 42 Jahre alten Männer hatten sich laut Polizeidirektion Bad Kreuznach als Dachdecker ausgegeben und das Paar dazu überredet, die Dachrinne erneuern zu lassen. Vereinbart waren zunächst 270 Euro. Nach Abschluss der Arbeiten verlangten die Männer jedoch 5.000 Euro. Dem Ehepaar kam die Forderung verdächtig vor. Es rief die Polizei und verweigerte die Zahlung. Eine Streife traf beide Männer noch vor Ort an.
Gegen die beiden Männer läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs und der Schwarzarbeit. Die Polizei warnt eindringlich vor sogenannten Dachhaien, die häufig ältere Menschen mit angeblich dringend nötigen Sanierungen unter Druck setzen. Bürger sollten nur selbst bestellte oder von der Hausverwaltung angekündigte Handwerker arbeiten lassen, keine Verträge an der Haustür überstürzt unterschreiben und keine hohen Vorauszahlungen leisten. Wichtig sind eine Vertragsdurchschrift sowie der lesbare Name und die Anschrift des Vertragspartners. Bei Zweifeln sollte sofort die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.
Autor:Blaulichtmeldungen aus dem Südwesten aus Rheinhessen |