BriMel unterwegs
Mittelalter macht in Neuhofen Rast
- Holger Hörstkamp thront auf seiner Bank
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Neuhofen. Am Wochenende 18./19. Juli 2026 war der Reiterhof des Fahr- und Reitvereins in der Woogstraße Mittelpunkt des 6. Mittelalterlichen Spektakels rund um „Heimdalls Erben“. Den ganzen Tag über war volles Programm geboten und viele Familien mit Kindern zog es zu diesem Fest, zu dem viel geboten wurde. Es gab Ritter, Wikinger, Gaukler, Wahrsager, Handwerker, Kriegerlager und Lagergruppen aus dem Show-Team. An vielen Ständen wurde handwerklich gefertigter Schmuck, Lederartikel, Gewandungen, Handarbeiten und vieles mehr geboten. Für Kinder wurde nach sicherheitsrelevanten Instruktionen Bogenschießen gezeigt, Kinderschminken angeboten, Specksteine konnten bearbeitet werden, man konnte der Märchenerzählerin lauschen, Kinderkarrussell und ein Knappenturnier waren im Angebot. Dass es ordentlich zu essen und trinken gab ist selbstverständlich, besonders zu empfehlen Met. Auch musikalisch wurde was geboten mit RatzFatz und Rübe sowie Tribal Zariefe und Dudelsackklängen. Das bekannte Kinderlied „Pippi Langstrumpf“ wurde hier extrem wild gespielt und Pippi hätte ihre wahre Freude daran gehabt.
Die spektakuläre Reitershow mit Heimdalls Erben war einer der Programmpunkte. Auf der Turnierbahn befanden sich drei berittene Pferde in unterschiedliche Gewänder gehüllt. Die Tribüne war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Publikum machte ordentlich mit. Es ging um einen bösen und einen guten Ritter; den bösen Ritter Tristan von Welver sollte man immer ausbuhen, der jedoch allen, die ihn ausbuhten mit „Arbeitslager“ drohte. Den guten Ritter sah man in der Gestalt von Graf Heinrich von Neuhofen, der sämtliche Sympathiepunkte hatte. Und dann gab es diesmal auch noch eine Frau dabei, die liebreizende Margarete von Hohenstein. Mehrere Prüfungen hatten die Drei zu meistern und alle mitten im Ritt: Mit der Lanze einen Ring auffischen, Weinbecher vom Podest ergreifen, „Köpfe stechen“ mit einem auf dem Boden liegenden Jutesack (entspricht 2 Köpfen), mit einem Metallstern in eine Zielscheibe werfen, Speer in ein ausgestopftes Wildschwein namens „Rosinante“ werfen (man wolle heute Abend grillen), Bogenschießen auf Zielscheibe und auf einem Drachenkopf einen Pfeil entfernen. Eine kurzweilig moderierte Show mit Action wurde mit viel Applaus belohnt.
Man sah allerhand Stände auf dem Mittelaltermarkt. An einem Stand wurden mittelalterliche Puppen, Stelzen, Tunikas, Lederarbeiten und mehr gebastelt, eben alles, was sie damals für ihr Leben gebraucht haben. Axtwerfen konnte man als Besucher und Zuschauern bei der Holzmalerei. Unter dem Namen „Der einen am Helm hat“ verbarg sich ein Tätowierer, den besuchte auch Ingolf Müller aus Limburgerhof und ließ sich den Schriftzug „Das Schicksal ist unausweichlich“ stechen. Die Originalschrift stammt aus dem 9. Jahrhundert. Ein Falkner hatte handzahme Greifvögel dabei, einer davon war der 3 Jahre alte Buntfalke. Der Chef des Ganzen ist Holger Hörstkamp, der in seinem eigenen Haus auf einer Bank aus dem Jahre 950 thront. Es ist ein Originalnachbau und das Original steht in einem Museum in Stockholm. Heimdalls Erben unterstützen Carsten Stahl, der mittlerweile all seine Energie im Kampf gegen Mobbing, Gewalt und Kindesmissbrauch nutzt. Sie möchten auch darauf aufmerksam machen (siehe Foto). Das Programm war vielfältig und lang und morgen geht es ab 11 Uhr weiter mit Tribal Zariefe, Satyrias Bühne, Elain Morgane mit Märchen und keltischer Harfe, RatzFatz und Rübe, um 13 Uhr Markteinzug/Heerlager, um 13.30 mit er fantastischen Reitershow, Kinderschlacht auf der Turnierbahn und das alles wiederholend über den Tag verteilt. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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