BriMel unterwegs
„Fitzcarraldo“ auf der Au
- Wolfram Blank (rechts) lud wieder zum Sommerfest Auf der Au ein
- Foto: Brigitte Melder
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Waldsee. „Alle Jahre wieder“ heißt der Opernsänger Wolfram Blank seine Kolleginnen und Kollegen, Bekannte und Verwandte auf seinem Campingplatz „Auf der Au“ willkommen. Gerade am Tag zuvor feierte er mit seinen Gesangskollegen der Reihe ORFFEO Sommer-Musikfest seinen 66. Geburtstag vor dem Schlossbalkon und heute, am 2. August, konnte also nochmal künstlerisch nachgefeiert werden.
Kam man in dem dschungelähnlich zugewachsenen Gartenstück an, neigte man zu dem Vergleich des Filmes „Fitzcarraldo“. Zwar nicht so exzentrisch wie damals Klaus Kinski, aber dennoch Parallelen vorhanden. Klaus Kinski glänzte damals in der Rolle des Brian Sweeney Fitzcarraldo. Dieser war von der Idee besessen, mitten in dem unberührten Amazonas-Dschungel ein großes Opernhaus zu bauen.
Dieses Jahr mit dabei Christian Gerdon, Dave Bromelley, Gunda Hormuth, Susanne Weinsanto und andere Gäste, die eventuell spontan zum Mikrofon greifen wollten. Auch die Sängerin Susanne Weber von der A-Capella-Gruppe „Rainer‘s Finest“ war heute mit ihrem Mann zu Gast. Durch das Programm mit Pop, Musikkabarett, Soul/Blues, Chansons und Comedy führte wie jedes Jahr Doris Glaser.
Die Parzelle wurde im Vorfeld mit Klappstühlen bestuhlt. Das Wetter spielte ausnahmsweise mal mit. Die Akteure waren ready und das Piano gestimmt, es konnte losgehen. „Gerne lade ich mir Gäste ein“ und das seit mehreren Jahren einmalig. Manche kannten sich schon und andere lernten sich erst kennen. Die Stimmung war locker und leger. Hinter mir saß ein Sänger aus Hamburg und ein Ire würde auch noch auftreten. Aber zuerst begrüßte Wolfram Blank seine Gäste und stellte die Moderatorin des Nachmittags Doris Glaser vor. Christian Gerdon war der Pianomann, der seine jeweiligen Lieder immer ein wenig beschrieb. Die schöne Stimmung beschreibe das folgende Lied aus dem König der Löwen „Can you feel the love tonight“ von Elton John. „Wir feiern auch ein bisschen uns bei diesem Orffeo-Sommerfest“! Das folgende Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani passte da wie Faust aufs Auge. „Unchain my heart“ von Joe Cocker hatte er ebenfalls in seinem Repertoire. Dem folgte ein Pfälzisches Lied in Mundart „Des Glick liggt knapp newer de Kapp“. Als gute Freundin und ORFFEO-Unterstützerin trat Gunda Hormuth ans Mikrofon. Und wenn der Empfang in der Pampa nicht gut ist und man nur ein Handy zwecks Musikbegleitung hinzuziehen kann kommt ein A-Capella-Gesang heraus. Gunda meisterte dies mit „In dieser Stadt“ von Hildegard Knef, die anderen Lieder ließ man ausfallen. Dafür ist der nachfolgende Sänger mit Gitarre so laut, dass er bis weithin zu hören sein müsste. Dave Bromelley stammt aus Irland und eine Stimme vergleichbar mit Joe Cocker. „Baby, don’t you cry“ und „Summertime“ mit rauchiger Note gesungen träumt er von einem Auftritt in der Carnegie Hall in New York. Immerhin ist er mit seiner Band bereits in London aufgetreten.
Anschließend nahm wieder Christian Gerdon das Zepter in die Hand und befestigte das rutschige Keyboard-Pedal mit einem handelsüblichen Haushaltsschwamm. Der Mann weiß sich zu helfen, also Gold wert und der Klang wieder perfekt. Er erinnerte daran, dass „Wolf“ gestern Geburtstag hatte mit hochkarätigen Gästen. Von einem anderen Freund handelte das folgende Lied „Junggesellenabschied mit über 50“ der Künstler „Die Feisten“. In den Textzeilen fanden sich die meisten Gäste irgendwo wieder. Aber auch Geburtstage bedeuten Vergänglichkeit und da passte das Mundartlied „Du kannschds net hewe“ wie man bei uns in der Pfalz so schön sagt. Es folgten sowohl lustige Texte wie das Lied „Ich bin ein Gänseblümchen“., aber auch Lieder über die Liebe. Es ging Schlag auf Schlag mit dem Entertainment, da hatte jeder etwas mitgebracht. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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