BriMel unterwegs
Doppelklang I Zwei Flügel - ein Konzert
- Dier vier Musikerinnen und Musiker am Flügel
- Foto: Johann-Peter Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Limburgerhof. Am 22. Februar hatte das Ensemble im Park Limburgerhof „EnPaLi“ zu einem ganz besonderen Konzert in die Kultur-Kapelle eingeladen. Zwei Konzertflügel waren bei „Doppelklang I Zwei Flügel - ein Konzert“ musikalisches Programm und es sollte ein Dialog von zwei Instrumenten folgen, die sich begegnen, herausfordern und verbinden.
In der voll besetzten Kultur-Kapelle wurde es ein Konzert unter Freunden und Mitgliedern jeglichen Alters. Das ganze EnPaLi-Team war an diesem Konzertnachmittag involviert. Kein Stuhl war mehr frei, als um 17 Uhr das faszinierende Zusammenspiel mit einem außergewöhnlichen Klangerlebnis beginnen sollte. Dr. Hans Strubel und Fanny Hautmann-Benz begrüßten als Mitglieder des Vorstands die zahlreichen Gäste mit einem humorvollen Einstieg: „Nein, der zweite Flügel wäre kein Ersatz, wenn der andere kaputt geht,“ und weiteren kleinen Anekdoten zur Geschichte des historischen Bechstein-Konzertflügels aus dem Jahre 1983. In Bezug auf den zweiten Konzertflügel wurde dieses Konzert auch als eine stille und herzliche Erinnerung an seinen ursprünglichen Besitzer verstanden und als Dank an alle, die es möglich gemacht haben, dass dieses Instrument nicht nur bewahrt wird, indem es schweigt, sondern es klingen darf – lebendig, offen und voller Zukunft. Damit konnte das Konzert beginnen.
Die Pianistin und Musiklehrerin, Zhana Minasyan, stellte den ersten Schüler Yasin Emetlioglu vor, der mit unglaublicher Fingerfertigkeit „Adagio BWV 974“ von J.S. Bach, „Prélude Op. 28 Nr.4 “ von F. Chopin und „Passacaglia aus Suite Nr. 7 HWV 432“ von G.F. Händel spielte. Applaus für den jungen Künstler und zum nächsten Stück, das mit Zhana Minasyan und der Schülerin Anastasia Baylukov gemeinsam an den beiden Flügeln erklingen konnte. Es war das Klavierkonzert Nr. 5 BWV 1056, II. Largo und I. Allegro maestoso von Johann Sebastian Bach. Es war ein einzigartiges Spiel völlig im Einklang der beiden Pianistinnen. Anastasias ganze anwesende Familie sei musikalisch, das liegt also in den Genen.
Es folgte ein kleiner „Werbeblock“ zu weiteren Angeboten in der Kultur-Kapelle und eine Pause, in der man sich unterhalten konnte, leckeren Wein kredenzt bekam und sich an dem köstlichen Fingerfood laben konnte.
Frisch gestärkt begrüßte Fanny Hautmann-Benz nach der Pause die beiden nächsten Musiker, Zhana Minasyan und Christian Weber, die gemeinsam an den beiden Flügeln den zweiten Teil des Konzerts gestalteten. Es sei etwas ganz Besonderes für die Beiden, hier zusammen spielen zu können; in einer Perfektion der Musiker und Harmonie der beiden Flügel, die am Tag des Konzerts noch gestimmt wurden. Nachdem vor der Pause bereits mit J.S. Bach begonnen wurde, folgte jetzt „Schafe können sicher weiden“ aus der Jagdkantate BWV 208, „Aria“ aus der Orchestersuite BWV 1068 und „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ aus der Kantate Actus tragicus BWV 106, im fliegenden Wechsel zwischen beiden Flügeln. Auch bei der „Petite Suite“ von C. Debussy mit I. En Bateau, II. Cortége, III. Menuet und IV. Ballet wurde der Flügel gewechselt und Anastasia Baylukov betätigte sich als „Das Mädchen, das die Seiten umblättert“ in Anlehnung an den bekannten Film. Lange anhaltender Applaus war den Musikern und Musikerinnen sicher. Fanny Hautmann-Benz bedankte sich bei allen Musikern, und dass die Zurverfügungstellung dieses tollen Flügels und dieser Konzertabend ein besonderes Privileg für die Kultur-Kapelle und alle Anwesenden gewesen ist. Kleine Präsente wurden als Dankeschön überreicht und sogar eine Zugabe musste her, die das Publikum feierte. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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