Wolfspräventionsraum Hunsrück wird temporär erweitert

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Hunsrück. Nach einer abrupt abgerissenen Nachweisserie zum April 2025 hin, konnte am 22. November 2025 bei Deimberg (Landkreis Kusel, Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein) der Wolfsrüde GW4433m erneut in der Region Baumholder nachgewiesen werden. Mehrere nicht individualisierbare Nachweise mit dem hierzulande eher seltenen Haplotyp HW22 von GW4433m lassen auf dessen länger währende Anwesenheit schließen. Diese Nachweise erfolgten teilweise in unmittelbarer Grenznähe des Präventionsgebiets Hunsrück. Weitere Proben aus dieser Region sind in der Bearbeitung.

Aufgrund der Nachweise dieses Wolfs bis in den Raum Bad Sobernheim (erste Jahreshälfte 2025), sowie der Nähe zur Grenze des Präventionsgebiets (Fluss Glan/B420) ist gemäß Managementplan eine Ausweitung des Präventionsgebiets Hunsrück (30 km Radius) erforderlich, um in dem potenziellen Lebensraum von GW4433m die ansässigen Weidetierhaltenden bei der Ergreifung von Herdenschutzmaßnahmen fördertechnisch zu unterstützen. Die Erweiterung des Präventionsgebiets (PG) Hunsrück für erstmal ein Jahr wird das bestehende Gebiet des PG-Hunsrück nach Osten erweitern. Als Grenze sollen vom bestehenden PG-Hunsrück aus, ab Kirn der Fluss Nahe bis zum Ort Bad Münster am Stein-Ebernburg, von dort aus die B48 bis zur Anschlussstelle Winnweiler, von dort aus die A63 bis zur Anschlussstelle Kaiserslautern, von dort aus A6 bis zur Landesgrenze zum Saarland fungieren. Damit werden die stärksten, prägnantesten Barriere-Strukturen dieser Region angewendet. Der Kernlebensraum des Wolfs GW4433m liegt nach aktuellem Stand im bestehenden PG-Hunsrück.

Der Wolf GW4433m gilt mit dem Nachweis vom 22. November 2025 als ein in Rheinland-Pfalz residentes Einzeltier. Er war davor zuletzt am 3. April 2025 oberhalb des Truppenübungsplatzes Baumholder in der VG Herrstein-Rhaunen an einem Nutztierriss nachweisbar gewesen. Das Tier stammt aus den Alpen-/Italienischen Population.
Flankiert wird die vorerst temporäre Ausweitung mit zwei Online-Herdenschutzveranstaltungen und einem Herdenschutz-Vorort-Termin mit den Demo-Zaun-Elementen und einem entsprechenden Vortrag.

Weidetierhalter haben trotz der vorerst temporären Ausweisung des Präventionsgebiets ab sofort die Möglichkeit, Anträge zur Förderung von Präventionsmaßnahmen beim KLUWO zu stellen. Fragen und Antworten zum Leben mit dem Wolf, zu Herdenschutz und Förderung, sowie rechtliche Fragestellungen können im FAQ auf der Seite www.wolf.rlp.de nachgelesen werden. Sichtungen und andere Nachweise können auf der Webseite oder unter der Hotline +49 6306 911 199 gemeldet werden. Neuste Entwicklungen zum Wolf in Rheinland-Pfalz erhalten Sie über den Newsletter des KLUWO, Anmeldung über kluwo@wald-rlp.de.red

Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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