Hunsrückquerbahn: Wiederaufnahme des Bahnverkehrs verzögert sich bis Oktober
- Zusätzliche Baugrundarbeiten verzögern die Wiedereröffnung der Hunsrückquerbahn. Die Strecke zwischen Langenlonsheim und Stromberg soll nun erst Ende Oktober wieder freigegeben werden.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
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Hunsrück. Auf der Hunsrückquerbahn verzögern zusätzliche Bauarbeiten die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs zwischen Langenlonsheim und Stromberg. Die Strecke bleibt länger gesperrt als geplant, erste Zugfahrten sind nun erst voraussichtlich Ende Oktober möglich.
Unerwartete Bodenprobleme auf der Strecke
Seit Dienstag, 1. April, arbeitet die Deutsche Bahn auf dem Abschnitt zwischen Langenlonsheim und Stromberg an umfangreichen Instandhaltungsmaßnahmen. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Donnerstag, 31. Juli, abgeschlossen sein. Während der Bauphase zeigten sich jedoch deutlich schlechtere Bodenverhältnisse als erwartet.
Um die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten, sind zusätzliche Baugrundarbeiten nötig. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wird der Untergrund stabilisiert, indem Kalkzement in den Boden eingefräst oder abschnittsweise eine Schutzschicht eingebaut wird. Erst danach kann der Oberbau mit Schwellen und Schotter neu aufgebaut werden.
Arbeiten laufen weiter mit hoher Intensität
Trotz der technischen Herausforderungen laufen die Bauarbeiten mit hoher Leistung weiter. Nach aktuellem Stand rechnet die Bahn damit, den Streckenabschnitt Ende Oktober wieder freizugeben. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.
Kein Güterverkehr und keine Ausflugsfahrten
Für den Güterverkehr liegen derzeit keine Trassenanmeldungen vor. Auch die geplanten Ausflugsfahrten an den Wochenenden können wegen der Verzögerungen weiterhin nicht stattfinden.
Langfristige Sanierung der Hunsrückquerbahn
Auf dem Abschnitt zwischen Langenlonsheim und Büchenbeuren arbeitet die Bahn bereits seit 2023 an der grundlegenden Wiederherstellung der Strecke. Insgesamt wurden rund 40 Kilometer Gleisanlagen erneuert, 45 Bahnübergänge saniert und die Entwässerungsanlagen entlang der Trasse instand gesetzt. Ziel bleibt es, die Hunsrückquerbahn dauerhaft wieder befahrbar zu machen.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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