Hunsrückquerbahn: 60 Durchlässe sorgen für weiteren Aufschub
- Die Deutsche Bahn bereitet die Hunsrückquerbahn weiter auf den künftigen Zugverkehr vor. Rund 60 Durchlässe müssen zusätzlich instandgesetzt werden, eine Freigabe ist voraussichtlich im Herbst 2027 möglich.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
- hochgeladen von Jens Vollmer
Hunsrück. Im Hunsrück müssen Fahrgäste weiter auf die Rückkehr des Zugverkehrs auf der Hunsrückquerbahn warten: Eine Freigabe der Strecke ist nach aktuellem Stand voraussichtlich erst im Herbst 2027 möglich, wie die Deutsche Bahn mitteilt.
Die DB InfraGO bereitet die Strecke weiter für die Wiederinbetriebnahme vor. Die Arbeiten an Gleisen und Untergrund liegen demnach im Zeitplan. Sie sollen bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen werden.
Warum sich die Freigabe weiter zieht
Bei den Vorbereitungen war ein Spülzug auf bereits wiederhergestellten Gleisen unterwegs. Er legte Durchlässe frei und spülte sie. Solche Bauwerke leiten Wasser unter den Gleisen hindurch. Sie müssen stabil sein, damit später wieder Züge darüber fahren können.
Nach Reinigung, Kameraprüfung und fachlicher Bewertung steht fest: Rund 60 Durchlässe müssen zusätzlich instandgesetzt werden, bevor die Strecke freigegeben werden kann.
Was die Bahn jetzt plant
Die DB erstellt nach eigenen Angaben derzeit Planungen und statische Nachweise. Damit soll bewertet werden, ob die Bauwerke die Belastungen des künftigen Zugverkehrs tragen können und wie die Arbeiten fachgerecht umgesetzt werden.
Parallel bereitet die Bahn Abstimmungen, Genehmigungen und Vergaben vor. Die Instandsetzungen sollen abschnittsweise laufen. Wo es möglich ist, sollen Arbeiten gleichzeitig umgesetzt werden.
- Gleis- und Untergrundarbeiten sollen bis Ende Oktober 2026 fertig sein.
- Rund 60 Durchlässe müssen zusätzlich instandgesetzt werden.
- Die Freigabe für Zugverkehr ist voraussichtlich im Herbst 2027 möglich.
- Nachtarbeiten sind derzeit nicht vorgesehen.
Was das für Anwohner bedeutet
Für Anwohnerinnen und Anwohner sollen die zusätzlichen Arbeiten nach aktueller Planung weniger belastend ausfallen als die bisherigen Bauarbeiten. Umfangreiche Materialtransporte seien nicht erforderlich. Auch Nachtarbeiten plant die Bahn derzeit nicht.
Für die Region bleibt die Hunsrückquerbahn damit ein wichtiges Infrastrukturprojekt mit langem Vorlauf. Entscheidend wird nun, wie schnell Planungen, Nachweise, Genehmigungen und Vergaben für die Durchlässe abgeschlossen werden können.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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