Großeinsatz bei Reichenbach: Waldbrand teils unter Kontrolle
- Um die 200 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte sind vor Ort und bekämpfen die Flammen.
- Foto: Christian Schulz/Foto Hosser/dpa
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Reichenbach. Wegen eines großen Wald- und Wiesenbrands im Landkreis Birkenfeld sollten Menschen in der Region am Donnerstag, 30. Juli, Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungen sowie Klimaanlagen abschalten. Das Feuer zwischen Reichenbach und Kronweiler erfasste nach Angaben des Landkreises rund zehn Hektar Fläche.
Am Abend gab die Kreisverwaltung eine erste vorsichtige Entwarnung. Der Brand sei in den wesentlichen Abschnitten unter Kontrolle. Stark drehende Winde hätten die Löscharbeiten aber erschwert.
Panzer und Hubschrauber im Einsatz
Zur Brandbekämpfung waren auch Panzer der Bundeswehr im Einsatz. Sie schlugen Schneisen in den Wald, um einzelne Abschnitte besser sichern zu können. Hubschrauber verschafften den Einsatzkräften einen Überblick über die Lage und unterstützten zudem die Löscharbeiten.
Nach Angaben des Landkreises besteht für die Bevölkerung der umliegenden Orte derzeit kein Grund zur Sorge. Reichenbach, Kronweiler und das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach seien aktuell nicht gefährdet.
Stromleitung vorsorglich abgeschaltet
Durch das Einsatzgebiet verlaufen zwei überörtliche Stromleitungen. Eine Leitung musste wegen des Brandes zeitweise abgeschaltet werden. Die allgemeine Stromversorgung in der Region blieb laut Kreisverwaltung durchgehend gesichert.
Autofahrer sollten das Gebiet großräumig umfahren. Aus dem Brandgebiet stieg zeitweise viel Rauch auf.
Ermittlungen zu möglichem Auslöser
Nach dem derzeitigen Stand wurde das Feuer durch einen technischen Defekt an einem Rallyefahrzeug ausgelöst. Das teilte die Kreisverwaltung unter Berufung auf die Einsatzleitung mit. Demnach war zunächst ein Auto in Brand geraten, von dort habe sich das Feuer rasch im Gelände ausgebreitet.
Das Fahrzeug sei ohne Genehmigung auf einem Feldwirtschaftsweg der Ortsgemeinde Reichenbach unterwegs gewesen. Die Polizei ermittelt weiter. Nach Angaben von Baumholders Bürgermeister Bernd Alsfasser war in dem Gebiet eine Testfahrt für eine Rallye angemeldet worden. Am Samstag, 1. August, und Sonntag, 2. August, findet in der Eifel-Mosel-Region eine Rallye statt.
220 Kräfte bei Löscharbeiten
Zwischenzeitlich waren laut Kreisverwaltung etwa 220 Einsatzkräfte vor Ort. Unterstützt wurden sie von den Feuerwehren der Bundeswehr und der U.S.-Streitkräfte. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |