Neue Rentenpläne in Heidelberg: Wer künftig einzahlen soll
- Klingbeil ist zwei Tage lang im Südwesten Deutschland unterwegs.
- Foto: Marijan Murat/dpa
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Heidelberg. Für Selbstständige, neue Beamte und Politiker könnte die Altersvorsorge künftig stärker über die gesetzliche Rentenversicherung laufen – das hat Vizekanzler Lars Klingbeil in Heidelberg bekräftigt. Der SPD-Chef sagte bei einem Bürgergespräch, eine Einbeziehung weiterer Gruppen wäre „ein wirklicher Beitrag zu mehr Gerechtigkeit im System“.
Wer nach den Plänen einzahlen soll
Klingbeil verwies auf den Bericht der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission. Nach seinen Angaben schlägt sie vor, zusätzliche Gruppen in die gesetzliche Rentenversicherung aufzunehmen. Er sei sich mit Arbeitsministerin Bärbel Bas einig, dass dieser Punkt nun umgesetzt werden solle.
- Selbstständige: Sie sollen nach der Empfehlung künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
- Politiker: Auch sie sollen nach dem Kommissionsvorschlag einbezogen werden.
- Beamte: Klingbeil nannte neue Beamte. Für bereits bestehende Beamtenverhältnisse ist laut Empfehlung ein Bestandsschutz vorgesehen.
Warum die Debatte für Beitragszahler wichtig ist
Die gesetzliche Rentenversicherung steht wegen der alternden Bevölkerung unter Druck. Wenn mehr Erwerbsgruppen einzahlen, kann das die Finanzierungsbasis verbreitern. Für Betroffene ist entscheidend, wie genaue Übergangsregeln aussehen und ab wann neue Pflichten greifen. Solche Details nennt die vorliegende Meldung noch nicht.
Kommission soll vollständig umgesetzt werden
Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bas hatten vereinbart, das Konzept der Rentenkommission vollständig umzusetzen. Gleichzeitig gibt es bereits Debatten über einzelne Punkte. Dazu zählt die Frage, ob die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft werden soll. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |