Fassadenarbeiten schützen Tiere in Heidelberg im Frühjahr
- Fledermausnistkästen an einer Hauswand. (Foto: Stadt Heidelberg)
- Foto: Stadt Heidelberg
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Heidelberg. Wer im Frühling Häuser saniert oder die Fassade reinigt, muss auf brütende Tiere Rücksicht nehmen. Das betrifft viele Gebäude in der Stadt und kann Arbeiten zeitlich beeinflussen.
Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, nutzen zahlreiche Vogelarten und Fledermäuse Häuser als festen Lebensraum. Dazu zählen Wanderfalken an der Heiliggeistkirche ebenso wie Mehlschwalben, Mauersegler, Haussperlinge und Fledermäuse. Sie kehren jedes Jahr im Frühjahr nach Heidelberg zurück und bleiben ihren Brutplätzen über Generationen treu.
Warum Gebäude für Tiere wichtig sind
Spalten, Nischen und Vorsprünge an Fassaden ersetzen heute natürliche Felswände. Fenstersimse, Dachfirste und Mauerverblendungen dienen als Nistplatz und Quartier für die Aufzucht der Jungtiere. Gehen diese Strukturen durch Sanierungen verloren, fehlen den Tieren dauerhaft geeignete Plätze.
Rechtliche Vorgaben bei Umbau und Reinigung
Das Stören oder Zerstören von Brutstätten ist nach deutschem und europäischem Naturschutzrecht verboten. Grundlage ist der Schutz der Ruhe und Fortpflanzungsstätten. Bei Bauarbeiten kommt es dennoch immer wieder zu Verletzungen oder zum Tod von Tieren.
Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung
Der Artenschutz lässt sich oft ohne großen Aufwand umsetzen.
- Arbeiten außerhalb der Brutzeit planen
- Vor Beginn prüfen, ob Nester oder Quartiere vorhanden sind
- Nistplätze bei Sanierungen erhalten oder ersetzen
- Nistkästen für Vögel und Fledermäuse anbringen
Weitere fachliche Hinweise stellt die Stadt Heidelberg in Informationsmaterialien zum Artenschutz an Gebäuden bereit.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |