Zwei Straßen im Campbell-Quartier stehen vor der Fertigstellung

Wenn neue Straßen fertig werden, ändern sich Wege, Parkstände und der Blick auf das Quartier. | Foto: mpix-foto/stock.adobe.com
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Heidelberg. Im Campbell-Quartier in der neuen Südstadt geht der Straßenausbau in die Schlussphase. Mit den Arbeiten an der Emil-Gumbel-Straße und der Frieda-Fromm-Reichmann-Straße schließt Heidelberg die Erschließung des ehemaligen Konversionsgeländes ab.

Die Stadt baut beide Straßen nach eigenen Angaben auf den aktuellen Stand um. Dazu gehören neue Fahrbahnen, Gehwege, Stellplätze sowie klimaangepasste Grün- und Entwässerungsflächen.

Freigabe der Emil-Gumbel-Straße ist für September geplant

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck ordnet das Projekt als einen der letzten Bausteine im Quartier ein. „Mit dem Ausbau dieser zwei Straßen ist die Erneuerung einer der letzten Bestandsstraßen in der neuen Südstadt nahezu abgeschlossen. Straßenbau ist weit mehr als eine neue Asphaltdecke – entscheidend ist auch, was unter der Oberfläche passiert. Allein für die Entwässerung wurden hier 265 Meter Rohrleitungen und vier Schächte neu gebaut. Gleichzeitig entstehen rund 3.700 Quadratmeter neuer Straßenraum – für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und Autofahrende gleichermaßen. Die versetzt angeordneten Beete sorgen dabei ganz nebenbei für eine natürliche Geschwindigkeitsreduzierung. Damit wir diesen Weg auch künftig konsequent weitergehen können, brauchen die Kommunen verlässliche Unterstützung“, erklärte Odszuck.

Die Arbeiten laufen seit dem Baustart im März zügig. Die Stadt plant, die Emil-Gumbel-Straße im September für den Verkehr freizugeben. Danach beginnt die Umgestaltung der Rheinstraße. Bis Ende 2026 soll die Gesamtmaßnahme abgeschlossen sein.

Im Projekt stecken laut Stadt auch große Mengen Material und Fläche. Teams bauten rund 2.600 Kubikmeter alten Straßenaufbau zurück und fuhren ihn ab. Auf etwa 3.700 Quadratmetern entstehen neue öffentliche Verkehrsflächen, darunter rund 1.500 Quadratmeter Asphalt- und 1.900 Quadratmeter Pflasterflächen. Für die Entwässerung verlegte die Stadt 265 Meter Leitungen und errichtete vier Schächte.

Parallel verlegen die Stadtwerke Heidelberg Kabelschutzrohre und bauen die Straßenbeleuchtung aus. Fahrbahnen, Gehwege und Stellplätze befinden sich laut Stadt bereits im Endausbau. Dazu kommen sieben Baumbeete, neun Pflanzbeete und eine rund 100 Quadratmeter große Versickerungsmulde. Sie soll Regenwasser aufnehmen, das Quartier kühlen und die Aufenthaltsqualität verbessern.

Nicht alle geplanten Baumstandorte lassen sich umsetzen. Die Stadt nennt als Grund die vielen Ver- und Entsorgungsleitungen im Untergrund. An einigen Stellen pflanzt sie stattdessen flach wurzelnde Sträucher.

Eine Besonderheit entsteht in der Frieda-Fromm-Reichmann-Straße. Dort baut die Stadt erstmals im öffentlichen Straßenraum Sickerpflaster mit Rasenfugensteinen in den Parkständen ein. Diese Bauweise soll weniger Fläche versiegeln und Niederschlagswasser besser versickern lassen.

Außerdem änderte die Stadt in der Ausführungsplanung die Materialwahl für den nördlichen Gehweg der Emil-Gumbel-Straße. Aus wirtschaftlichen Gründen verlegt sie dort statt roten Asphalts den Heidelberger Stadtstein in Kastellgrau. Diese Lösung setzt die Stadt auch bei der späteren Umgestaltung der Rheinstraße um. Sie soll zugleich eine klare optische Trennung zu den roten Markierungen des Radverkehrs schaffen.

Bei Fragen nennt die Stadt Heidelberg als Kontakt 06221 58-10580 und stadt@heidelberg.de.

Autor:

Karin Hoffmann aus Ludwigshafen

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