VAR-Ärger beim VfB Stuttgart: Hoeneß kritisiert Elfmeter-Szene
- Auch Stuttgarts Maxi Mittelstädt war enttäuscht nach dem Spiel
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Stuttgart. Für Fans des VfB Stuttgart stehen nach dem 1:2 bei der TSG Hoffenheim zwei Fragen im Mittelpunkt: Warum griff der VAR bei einer möglichen Elfmeterszene nicht ein, und wie schwer ist Angelo Stiller am Knie verletzt? Trainer Sebastian Hoeneß und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kritisierten nach der Niederlage vor allem die unterschiedliche Bewertung von Szenen in den Strafräumen.
Hoeneß sieht Foul an Stiller
Stiller war Mitte der ersten Hälfte von Hoffenheims Verteidiger Ozan Kabak am Knie getroffen worden. Hoeneß bewertete die Szene nach Ansicht der Wiederholung deutlich: „Das ist ein Foulspiel“, sagte der VfB-Trainer. Er habe gesehen, „wie sein Knie wegschlackert“, außerdem habe es keine Verzögerung zwischen Treffer und Schmerzreaktion gegeben.
Schiedsrichter Sven Jablonski habe ihm nach Darstellung von Hoeneß gesagt, die Szene nicht gesehen zu haben. Genau deshalb hätte der Videoassistent aus Sicht des VfB eingreifen können. Hoeneß sagte, der Schiedsrichter habe „jemanden im Keller“, der die Szene prüfen könne und ihm zumindest eine neue Bewertung ermöglichen könne.
VAR prüft Hoffenheimer Szene
Zusätzlichen Ärger löste beim VfB aus, dass der VAR kurz vor der Halbzeit auf der anderen Seite beteiligt war. Hoffenheim hatte nach einer Szene im Stuttgarter Strafraum vergeblich Elfmeter gefordert. Jablonski sah sich die Bilder am Spielfeldrand an und entschied anschließend, dass ein Hoffenheimer den Ball bereits vor einem Stuttgarter mit der Hand berührt hatte.
Wohlgemuth konnte diese Gewichtung nicht nachvollziehen. „Bei dem Handspiel gab es überhaupt nichts zu interpretieren aus meiner Sicht. Da werden alle durcheinandergebracht, nervt dann auch“, sagte der Sportvorstand.
Sorge um Stiller nach Knie-Treffer
Stiller spielte nach einer Behandlung zunächst weiter, musste später aber ausgewechselt werden. Wohlgemuth sagte, der Ausfall habe den Spielfluss des VfB spürbar beeinträchtigt. Stiller sei als „Rhythmusgeber und Dreh- und Angelpunkt“ wichtig für das Stuttgarter Spiel.
Eine genaue Diagnose steht noch aus. Hoeneß berichtete lediglich von einem Hämatom am Knie, das Stiller beeinträchtigt habe. „Ich weiß jetzt nicht, wie dramatisch es ist“, sagte der Trainer. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |