Windenergie in Heidelberg. Bürgerentscheid fällt deutlich aus
- Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis entfielen beim Bürgerentscheid
Windenergie am Lammerskopf 28.943 Stimmen auf Ja (66,7 Prozent) und 14.455
Stimmen auf Nein (33,3 Prozent). Das Quorum wurde erreicht. Damit ist die
Entscheidung bindend. (Grafik: Stadt Heidelberg) - Foto: Stadt Heidelberg
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Heidelberg. Beim Bürgerentscheid zur Windenergie am Lammerskopf hat sich am Sonntag, 12. Juli, eine deutliche Mehrheit für die Fortführung der Planungen ausgesprochen. Für die Stadt bedeutet das einen verbindlichen Auftrag, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für mögliche Windkraftanlagen weiter vorzubereiten.
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stimmten 28.943 Bürgerinnen und Bürger mit Ja. Das entspricht 66,7 Prozent. Mit Nein votierten 14.455 Menschen oder 33,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,1 Prozent.
Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, wurde auch das gesetzlich vorgeschriebene Quorum erreicht. Damit ist der Bürgerentscheid bindend und hat für drei Jahre die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses.
Was das Ergebnis konkret bedeutet
Der Entscheid bedeutet noch keinen sofortigen Bau von Windenergieanlagen am Lammerskopf. Zunächst soll die Stadt den Flächennutzungsplan ändern und damit die rechtlichen Grundlagen schaffen.
Über konkrete Standorte, die Zahl möglicher Anlagen und die Genehmigung wird erst in weiteren Verfahren entschieden. Nach bisherigem Stand könnten auf Heidelberger Gemarkung bis zu sieben Anlagen möglich sein.
Für ein späteres Genehmigungsverfahren sind laut Stadt unter anderem Gutachten zu Natur und Artenschutz, Immissionsschutz sowie Wasserschutz notwendig.
- 66,7 Prozent stimmten für die Fortführung der Planung
- 40,1 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten sich
- Das erforderliche Quorum wurde erreicht
- Bis zu sieben Anlagen gelten derzeit als möglich
Oberbürgermeister sieht klaren Auftrag
Oberbürgermeister Eckart Würzner sprach nach der Ergebnisverkündung im Rathaus von einer klaren Grundsatzentscheidung der Bürgerschaft. Jetzt gehe es darum, die planungsrechtlichen Schritte umzusetzen und die Voraussetzungen für Windenergie am Lammerskopf zu schaffen.
Die Stadt Heidelberg ist dabei nicht selbst Betreiberin eines möglichen Windparks. Ihre Aufgabe besteht darin, die planungsrechtlichen Voraussetzungen auf Heidelberger Gemarkung zu schaffen.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |