Neuer Religionsdialog stärkt Zusammenhalt in Heidelberg ab jetzt

Wollen gemeinsam Verantwortung für das friedliche Miteinander in der Stadt
übernehmen: Vertreterinnen und Vertreter des Heidelberger Dialogs der Religionen
mit Bürgermeisterin Stefanie Jansen (7. von links). (Foto: Philipp Rothe) | Foto: Stadt Heidelberg
  • Wollen gemeinsam Verantwortung für das friedliche Miteinander in der Stadt
    übernehmen: Vertreterinnen und Vertreter des Heidelberger Dialogs der Religionen
    mit Bürgermeisterin Stefanie Jansen (7. von links). (Foto: Philipp Rothe)
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Heidelberg. In der Stadt startet ein neuer, fester Austausch zwischen Religionsgemeinschaften und Verwaltung. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu übernehmen.

Fester Rahmen für Austausch und Vertrauen

Mit dem neu gegründeten Heidelberger Dialog der Religionen kommen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen künftig regelmäßig zusammen. Der kommunal getragene Rahmen soll einen verlässlichen und geschützten Raum für offenen Austausch schaffen. Vorgestellt wurde das Gremium am Montag, 8. Juni, bei einem Pressegespräch im Heidelberger Rathaus. Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, ist dies der erste dauerhaft angelegte Dialog dieser Art auf kommunaler Ebene.

Was der Dialog für die Stadt bedeutet

Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Gestaltung des Zusammenlebens, die Förderung von Begegnung und gegenseitigem Verständnis sowie die sichtbare Mitwirkung der Religionsgemeinschaften an einer vielfältigen Stadtgesellschaft. Der Dialog versteht sich als Ort des Vertrauens, der Nachbarschaft und der gemeinsamen Verantwortung für Heidelberg.

Stimmen aus dem Rathaus

Bürgermeisterin Stefanie Jansen betont die Bedeutung des neuen Formats. Religionsgemeinschaften seien für viele Menschen wichtige Orte des Ankommens, der Orientierung und der sozialen Zugehörigkeit. Ihr oft selbstverständliches Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bleibe jedoch häufig unsichtbar. Der neue Dialog mache dieses Engagement sichtbarer und stärke das Vertrauen zwischen den Gemeinschaften und der Stadt.

Breite religiöse Vielfalt vertreten

Dem Gremium gehören derzeit christliche, muslimische, jüdische und Bahá’í-Gemeinschaften in Heidelberg als stimmberechtigte Mitglieder an. Ziel ist es, die religiöse Vielfalt der Stadt angemessen abzubilden und den Dialog perspektivisch für weitere Gemeinschaften zu öffnen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Wissenschaftliche Begleitung und klare Werte

Fachlich begleitet wird der Dialog von der Muslimischen Akademie Heidelberg, der Hochschule für Jüdische Studien und der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein gemeinsames Selbstverständnis mit klaren Werten wie Menschenwürde, Respekt, Frieden, Gleichheit und solidarische Nachbarschaft. Alle Beteiligten bekennen sich ausdrücklich zur demokratischen Grundordnung und zur Religionsfreiheit.

Geschützter Austausch mit Wirkung nach außen

Der Heidelberger Dialog der Religionen tagt regelmäßig in nicht öffentlichen Sitzungen. In diesem geschützten Rahmen können aktuelle Entwicklungen beraten, gemeinsame Empfehlungen erarbeitet sowie Projekte, Bildungs- und Kulturangebote angestoßen werden. Ziel ist es, Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein friedliches Zusammenleben in Heidelberg zu setzen.

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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