Neue Tiny Houses in Heidelberg: Die ersten Mieter können bald einziehen
- Ein neues Wohnprojekt wächst: Im Tiny Wohnpark in Heidelberg-Kirchheim werden Module per Kran aufgestellt.
- Foto: Tobias Dittmer
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Heidelberg-Kirchheim. Auf einer bislang unbebauten städtischen Fläche nimmt der Tiny Wohnpark sichtbar Form an. 19 Wohnmodule stehen bereits, die Projektentwickler lassen sie per Lastwagen anliefern und mit einem Mobilkran an ihren Platz setzen. Das sind mehr als die Hälfte der geplanten 36 Wohneinheiten.
Die wesentlichen Erschließungsarbeiten für das Ensemble aus Wohnhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen schloss das Projektteam im Sommer ab. Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, planen die Verantwortlichen den Bezug der Tiny Houses ab Januar.
Besichtigungen für Mietinteressierte laufen nach Anmeldung
Bei einem Pressetermin am Montag, 21. September, gaben Oberbürgermeister Eckart Würzner, Projektentwickler Fabian Müller und Achim Pätzold als Projektentwickler des Tiny Wohnparks Einblicke in die Wohnmodule. Zu sehen waren Zwei-Raum-Wohnungen in zwei Größen mit 26 und 33 Quadratmetern sowie ein Winkelbungalow mit 41 Quadratmetern.
Im November sollen die weiteren Module folgen, darunter auch Einheiten für zwei Wohngemeinschaften. Die Außenanlagen mit Grün- und Gemeinschaftsflächen, einem Mitmach-Garten, einer Dachterrasse und einem überdachten großen Quartierstisch sollen im Frühjahr entstehen.
Insgesamt plant das Projekt auf dem Areal 36 Wohneinheiten und Gemeinschaftsbereiche. Zusätzlich sollen Lagerplätze und Abstellflächen für Fahrräder sowie Stellplätze für Autos entstehen. Die Projektentwickler setzen dabei auf Rückbaubarkeit. Die Module stellen sie ein- und zweigeschossig auf.
Bei der Vermietung wollen sich die Projektentwickler an den ortsüblichen Mieten für kleinere Appartements orientieren. Die Warmmiete liegt nach Angaben der Projektentwickler zwischen rund 900 Euro für eine WG-Einheit und rund 1.600 Euro für Winkelbungalows mit eigenem Garten. In der Warmmiete enthalten sind Strom, Wärme, Wasser, Abwasser und Wartungskosten sowie die Nutzung der Gemeinschaftsflächen.
Am Dienstag, 22. September, und am Mittwoch, 14. Oktober, bieten die Verantwortlichen Besichtigungen für Mietinteressierte gegen Voranmeldung an. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es online unter www.tiny-wohnpark-heidelberg.com.
Die Stadt Heidelberg vermietet die rund 2.800 Quadratmeter große Fläche für zehn Jahre an die Projektentwickler. Danach soll die Fläche wieder komplett rückbaubar sein.
Die Modulhäuser stammen vom Fertighaushersteller Schwörer aus Baden-Württemberg. Die Module entwickeln die Verantwortlichen nach dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz. Sie erfüllen laut Stadt die KfW-55-Norm und gelten als unbeschränkt alljahrestauglich. In der Planung bleibt ein bestehender vitaler Baum erhalten. Zusätzlich sollen weitere Bäume umgesetzt werden, ergänzt durch Gründächer.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |