Heidelberg: Runder Tisch für queeres Leben stellt sich neu auf

Mit neuem Namen gemeinsam für queeres Leben in Heidelberg: Der Runde Tisch Rainbow City Heidelberg. | Foto: Phillip Rothe
  • Mit neuem Namen gemeinsam für queeres Leben in Heidelberg: Der Runde Tisch Rainbow City Heidelberg.
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Heidelberg. Der Runde Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt hat in Heidelberg sein zehnjähriges Bestehen gefeiert und startet zugleich mit neuem Namen in die kommenden Jahre. Für queere Menschen in der Stadt soll das Gremium weiter ein Ort bleiben, an dem Anliegen sichtbar werden und Unterstützung besser vernetzt wird.

Am Mittwoch, 7. Oktober, feierte der Runde Tisch sein Jubiläum. Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, trägt das beratende Gremium mit einer neuen Geschäftsordnung künftig den Namen Runder Tisch Rainbow City Heidelberg.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 vernetzt der Runde Tisch die queere Community mit Stadtverwaltung, Politik, Wissenschaft, Fachstellen und weiteren gesellschaftlichen Akteuren in Heidelberg. Inzwischen gehören dem Gremium 30 Organisationen, Einrichtungen, Netzwerke und Initiativen an.

Jubiläum und Sicherheit standen im Mittelpunkt

Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit, sagte: „Entscheidend ist, dass wir nicht nur über Vielfalt sprechen, sondern gemeinsam daran arbeiten, dass alle Menschen in Heidelberg gleichberechtigt teilhaben und unsere Stadt mitgestalten können. Der Runde Tisch bringt dafür seit zehn Jahren unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammen und setzt wichtige Impulse für die Stadt“.

Mit dem neuen Namen knüpft das Gremium an Heidelbergs Mitgliedschaft im internationalen Rainbow Cities Network seit September 2020 an. Der Runde Tisch begleitet die Umsetzung der Empfehlungen des Städtenetzwerks in Heidelberg und bringt dabei die Erfahrungen der queeren Community vor Ort ein.

Marius G. Müller-Emmerich von der Fachstelle Queeres Heidelberg sagte: „2016 ging es darum, queere Perspektiven und Stadtverwaltung regelmäßig miteinander ins Gespräch zu bringen. Heute gibt es eine starke Community, feste Ansprechpersonen und viele Angebote für queere Menschen. Der neue Name steht für diese gemeinsame Entwicklung. Der Runde Tisch soll auch im zweiten Jahrzehnt ein Ort bleibt, an dem unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen und gemeinsam an den Themen gearbeitet wird, die queere Menschen in Heidelberg bewegen“.

In der Sitzung am Mittwoch, 7. Oktober, spielte auch die Sicherheit queerer Menschen eine wichtige Rolle. Vor dem Hintergrund des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin am Samstag, 25. Juli, tauschten sich die Mitglieder über die Lage in Heidelberg aus.

Daran beteiligten sich auch Vertretungen des Kommunalen Ordnungsdienstes, der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie queere Menschen besser geschützt und unterstützt werden können und wie die verschiedenen Anlaufstellen zusammenarbeiten.

Diese Termine stehen in Heidelberg als Nächstes an

In Heidelberg sind in den kommenden Wochen weitere Veranstaltungen geplant. Mitte Oktober veröffentlicht die Fachstelle Queeres Heidelberg auf ihrer Webseite unter https://heidelberg.de/queer das Programm der Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar. Sie laufen vom 1. bis 22. November.

Am Mittwoch, 21. Oktober, gibt es von 18 bis 20 Uhr die zweite Rainbow City Lecture in Kooperation mit der Universität Heidelberg. Prof. Dr. Christine M. Klapeer von der Justus-Liebig-Universität Gießen spricht im Hörsaal 01 der Neuen Universität über Autoritäre Geschlechterpolitiken, Antifeminismus und LGBTIQ+ Bewegungen als Räume demokratischer Innovation.

Außerdem unterstützt die Stadt in diesem Jahr erstmals die Ace Week, eine internationale Aktionswoche für die Sichtbarkeit asexueller und aromantischer Menschen. Am Samstag, 24. Oktober, veranstalten AktivistA und der Heidelberger Aspec-Stammtisch dazu ein gemeinsames Angebot im Queer Space Heidelberg.

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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