Heidelberg plant Neubau für wichtige Brücke am Boxbergknoten
- Am Boxbergknoten in Heidelberg soll die marode Brücke durch einen Neubau ersetzt werden.
- Foto: Heike Schwitalla
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Heidelberg. Die Boxbergknotenbrücke in Rohrbach soll ersetzt werden. Für viele Pendlerinnen und Pendler ist das eine wichtige Nachricht, denn die Brücke sichert eine zentrale Verbindung zwischen Boxberg, Emmertsgrund und dem Heidelberger Süden.
Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1969 und weist erhebliche bauliche Mängel auf. Betroffen sind laut Stadt Heidelberg unter anderem die Brückenlager, das Entwässerungssystem, die Fahrbahn, die Übergangskonstruktion und wichtige Stahlteile im Inneren der Brücke.
Besonders kritisch ist der eingebaute Spannstahl. Er kann durch Spannungsrisskorrosion geschädigt werden. Das kann die Tragfähigkeit der Brücke beeinträchtigen.
Warum die Stadt auf einen Neubau setzt
Eine Sanierung würde nach Angaben der Stadt technisch sehr aufwendig und wirtschaftlich nachteilig ausfallen. Außerdem müssten die Arbeiten voraussichtlich über mehrere Monate unter erheblichen Einschränkungen für den Verkehr auf und unter der Brücke stattfinden.
Die Stadt hält deshalb einen Ersatzneubau für die sinnvollere Lösung. Eine neue Brücke soll die Verkehrsverbindung langfristig sichern und wieder den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Belastbarkeit und dauerhafte Nutzung entsprechen.
Schon jetzt gilt eine Einschränkung. Genehmigungspflichtige Schwerlasttransporte dürfen die bestehende Brücke nicht mehr nutzen.
Die Boxbergknotenbrücke liegt am Knoten von Karlsruher Straße, B 3 und L 594 in der Nähe des Gewerbegebiets Rohrbach-Süd. Sie ist eine Hauptzufahrt aus Richtung Autobahn ins Heidelberger Stadtgebiet. Unter der Brücke verlaufen die Karlsruher Straße mit Ein- und Ausfädelspuren sowie die Straßenbahnlinie Richtung Leimen.
Entscheidung über Planungsmittel steht an
Über den Projektstart beraten zunächst der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am Dienstag, 20. Oktober und der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch, 4. November. Der Gemeinderat entscheidet am Mittwoch, 18. November über den Start und die Bereitstellung der Mittel.
Für den Einstieg in die Planung sind im Doppelhaushalt zunächst 500.000 Euro vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Ersatzneubau schätzt die Stadt derzeit auf rund 18 Millionen Euro.
Bis der Neubau kommt, überwacht die Stadt die bestehende Brücke weiter. Ein Monitoring soll Veränderungen am Bauwerk früh erkennen. Außerdem prüft die Stadt zusätzliche Verstärkungsmaßnahmen, damit der sichere Betrieb bis zum Ersatzneubau gewährleistet bleibt.
Nach aktuellem Planungsstand ist ein Baubeginn im Jahr 2033 vorgesehen. Wie sich die Bauarbeiten später konkret auf den Verkehr auswirken, steht noch nicht fest.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |