Heidelberg plant mehr Hitzeschutz mit Brunnen und Notfallplan
- Hohe Temperaturen belasten viele Menschen in der Stadt besonders an öffentlichen Plätzen und in Einrichtungen.
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Heidelberg. Mehr Trinkwasserstellen, ein Hitzenotfallplan und mehr Schutz für belastete Orte. Der Gemeinderat in Heidelberg hat am Donnerstag, 15. Oktober, den aktualisierten Hitzeaktionsplan einstimmig beschlossen.
Die Stadt will ihren Schutz vor zunehmender Hitze weiter ausbauen. Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, bündelt der Plan bestehende Angebote und zeigt weitere Schritte, mit denen sich die Bevölkerung besser vor hohen Temperaturen schützen kann.
Schon jetzt gibt es in Heidelberg mehrere Angebote für heiße Tage. Dazu gehören die Kühle Karte mit Trinkwasserstellen und kühlen Aufenthaltsorten, der Klima-Kompass mit aktuellen Wetter- und Umweltdaten sowie Informationen und Verhaltenstipps unter https://www.heidelberg.de/hitze. Im Stadtgebiet stehen außerdem öffentliche Trinkwasserbrunnen und Refill-Stationen bereit.
Vier weitere Trinkbrunnen sind vorgesehen
Im September wurde auch der historische Herkulesbrunnen auf dem Marktplatz in der Altstadt für die Trinkwassernutzung freigegeben. Er steht ab der Saison 2027 der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Unabhängig vom neuen Beschluss setzt die Stadt den Ausbau des öffentlichen Trinkwasserangebots fort. Für die Saison 2027 sind vier weitere Trinkbrunnen am Wilhelmsplatz, am Paradeplatz, am Mark-Twain-Abenteuerspielplatz und im Grahampark vorgesehen. Auch der historische Brunnen auf dem Kornmarkt in der Altstadt soll künftig für die Trinkwassernutzung umgerüstet werden.
Seit 2023 läuft außerdem das OASIS-Programm. Damit setzt die Stadt Maßnahmen zur Begrünung, Entsiegelung und Verschattung öffentlicher Räume um. Auch den Hitzeschutz in Kindertagesstätten will Heidelberg verbessern.
Bis Ende März 2027 soll die Verwaltung eine nach Dringlichkeit geordnete Übersicht besonders hitzebelasteter Einrichtungen und öffentlicher Räume vorlegen. Dazu zählen unter anderem Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen sowie öffentliche Plätze und Spielplätze. Für diese Standorte soll die Verwaltung passende Schutzmaßnahmen mit Kostenschätzungen und Zeitplänen erarbeiten.
Ein weiterer Punkt ist die Finanzierung. Die Verwaltung prüft, welche Fördermittel von Bund und Land genutzt werden können. Für den Doppelhaushalt 2027/28 soll sie außerdem einen Finanzierungsvorschlag erarbeiten und auch ein ämterübergreifendes Sonderbudget für den Hitzeschutz prüfen.
Mit dem Beschluss des aktualisierten Hitzeaktionsplans ist die Finanzierung der zusätzlichen Maßnahmen aber noch nicht gesichert. Ob und in welchem Umfang Heidelberg die Vorhaben umsetzt, hängt laut Stadt von den verfügbaren finanziellen und personellen Ressourcen sowie von weiteren Entscheidungen der zuständigen Gremien ab.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |