Blaualgen im Neckar nachgewiesen: Gesundheitsamt warnt vor dem Baden in Heidelberg
- Blaualgen im Neckar bei Heidelberg: Das Gesundheitsamt warnt vor Gesundheitsrisiken für Menschen und Haustiere.
- Foto: Robert Leßmann/stock.adobe.com
- hochgeladen von Karin Hoffmann
Heidelberg. Im Neckar bei Heidelberg sind mutmaßlich Blaualgen, sogenannte Cyanobakterien, gesichtet worden.
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, rät deshalb derzeit dringend davon ab, im Neckar zu baden.
„Man sollte ohnehin nie im Neckar baden, aber aktuell ist es aufgrund der nachgewiesenen Blaualgen besonders gefährlich“, erklärt Anastasia Kurypov vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises.
Cyanobakterien können Giftstoffe freisetzen, die gesundheitliche Beschwerden verursachen. Nach Angaben des Gesundheitsamts können bei Hautkontakt oder nach dem versehentlichen Verschlucken von belastetem Wasser Hautreizungen, Übelkeit, Erbrechen sowie Atembeschwerden auftreten. Besonders gefährdet seien Kleinkinder.
Auch Haustiere gefährdet
Die Behörde warnt zudem Tierhalter. Hunde und andere Haustiere sollten weder im Neckar baden noch Wasser aus dem Fluss trinken. Auch für Tiere könne der Kontakt mit belastetem Wasser gesundheitliche Folgen haben.
Gesundheitsamt rät grundsätzlich vom Baden im Neckar ab
Unabhängig vom aktuellen Nachweis der Blaualgen weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass das Baden im Neckar grundsätzlich mit Risiken verbunden sei. Als sogenannter Vorfluter nehme der Fluss verschiedene Einträge auf, darunter Wasser aus Kläranlagen, Mischwasserüberläufen sowie von städtischen und landwirtschaftlichen Flächen. Dadurch könne die Belastung mit Krankheitserregern steigen.
„Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes raten wir vom Baden im Neckar grundsätzlich ab“, so Kurypov. Wer an heißen Tagen Abkühlung suche, sei in Freibädern oder an ausgewiesenen Badestellen in der Region deutlich besser aufgehoben.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.