Bis zu eine Stunde kostenlos: Heidelberg plant Parkgebühren in der Bahnstadt zu senken

In der Heidelberger Bahnstadt könnten Autofahrer künftig bis zu 60 Minuten kostenlos parken. Über die neuen Gebühren entscheidet der Gemeinderat. / Symbolfoto | Foto: Laura Braunbach
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Heidelberg. Wer in der Bahnstadt kurz parkt, könnte bald nichts mehr zahlen. Die Stadt Heidelberg schlägt vor, das Parken dort neu zu staffeln. Bis zu 60 Minuten sollen kostenfrei sein. Auch Tages- und Monatstickets sollen günstiger werden.

Über die Änderungen entscheidet der Gemeinderat am Mittwoch, 18. November. Bei Zustimmung treten die neuen Gebühren am Dienstag, 15. Dezember, in Kraft. Wie die Stadt mitteilt, sind außerdem vergünstigte Tarife für das Parken am Abend sowie an Sonn- und Feiertagen geplant.

Grundlage für die Vorschläge ist eine Auswertung rund ein Jahr nach der Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung im August. Die Untersuchung zeigt nach Angaben der Stadt, dass die Maßnahmen den öffentlichen Straßenraum deutlich entlastet haben. Gleichzeitig sieht die Verwaltung Nachbesserungsbedarf beim Parken für Beschäftigte und private Besuche.

1.359 Menschen wurden befragt

Für die Evaluation wertete das Institut für Marktforschung DIMA aus Mannheim statistische Daten aus und befragte insgesamt 1.359 Menschen. Darunter waren 724 Bewohnerinnen und Bewohner, die die Stadt auf Basis einer repräsentativen Stichprobe auswählte. Zusätzlich befragte das Institut Besucherinnen und Besucher, Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte. Dazu kamen Gespräche mit Betrieben und weiteren betroffenen Gruppen.

Die Stadt sieht nach einem Jahr finanziellen Spielraum für Anpassungen. Sie will die Gebühren senken und damit die Bedürfnisse im Stadtteil besser berücksichtigen. Gleichzeitig soll die Lenkungswirkung der Parkraumbewirtschaftung erhalten bleiben. Auch die erreichte Entlastung des Straßenraums, die gewonnene Sicherheit sowie der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr und das Rad sollen bestehen bleiben.

Die geplanten Änderungen sollen nach Darstellung der Stadt vor allem private Besuche erleichtern und die Lebendigkeit des Stadtteils erhalten. Dazu sollen auch belebte Ladenflächen beitragen. Zusätzlich will die Stadt die Beschilderung verbessern. Weitere Piktogramme auf der Fahrbahn sollen die Parkzone künftig besser sichtbar machen.

Mit der Vorlage haben sich bereits der Bezirksbeirat Bahnstadt am Mittwoch, 14. Oktober, sowie noch der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität am Mittwoch, 21. Oktober, und der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch, 4. November, zu befassen.

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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