Marionettenoper der Universität Heidelberg
Mozart: Die Zauberflöte
- Die Marionettenoper der Universität Heidelberg lädt ein zu ihrem neuesten Projekt
- Foto: Marika Suhm-Tintelnot
- hochgeladen von Dr. Anja Pohsner
Die Marionettenoper der Universität Heidelberg lässt nächstes Wochenende wieder die Puppen tanzen!
Die Teilnehmer aus der weiträumigen Umgebung von Heidelberg bis hin nach Speyer freuen sich darauf, das Großprojekt von Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" nach 10 und 20 Jahren (damals zu Mozarts 250. Geburtstag) in neuer Aufmachung wiederaufzunehmen und hoffen zur Premiere am Samstag, 31. Oktober um 19 Uhr und am Sonntag, 1. November um 16 Uhr erneut auf ein großes Publikum in der Mehrzweckhalle der Pädagogischen Hochschule, Keplerstr. 87 in Neuenheim (Parkplätze mit Parkscheibe im Wohngebiet).
Es singen Viola Elges (Königin der Nacht), Esther Proppe (Pamina), Ingo Wackenhut (Tamino), Joachim Steinheuer (Papageno), Emmerich Pilz (Sarastro), Joachim Junghans (Monostatos), Mirjam Beckmann (Papagena) sowie Leonore Springfeld und Susanne Lowien unter der musikalischen Leitung von Katharina Olivia Brand (Klavier).
Als Dr. Joachim Steinheuer Ende der 1990er Jahre die Kollegen und Kolleginnen sowie die Studis am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg für seine große Leidenschaft des Marionettenspiels begeisterte und begann populäre und auch völlig unbekannte Werke der Opernbühne von Barock bis Neuzeit gemeinsam im Säulensaal des Instituts zur Aufführung zu bringen, war der nun schon über ein Vierteljahrhundert anhaltende Riesenerfolg der aufwändigen und mit viel Herzblut inszenierten Projekte nicht absehbar.
Als Corona der Erfolgsgeschichte der Marionettenoper wie überall im kulturellen Bereich eine empfindliche Zäsur bescherte, blieb ihr Initiator Joachim Steinheuer nicht müßig und bereitete weitere Aufführungen wie den "Neuen Heidelberger Totentanz" - diesmal mit Stabfiguren - vor, die dann ab 2021 endlich wieder sehr ergreifend umgesetzt werden konnten und in den folgenden Jahren für neue Mitarbeiter sorgten (s. Artikel in der RNZ vom 19.11.2024: https://www.rnz.de/region/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Marionettenoper-will-neu-starten-_arid,1447564.html ).
Nun wurde also in der Werkstatt in der Merianstraße, die seit drei Jahren dankenswerterweise vom Bildungszentrum im Haus der Begegnung in Heidelberg zur Verfügung gestellt wird, wieder fleißig gemalt, geschneidert, gezimmert, genäht, gebaut und gebastelt, denn alles wird liebevoll vom Puppenkopf und Amors Pfeil bis zu den Prospekten und Kulissen durch das bunt gemischte Team sehr kreativ und mit viel Freude selbst erschaffen.
Nach dem großen Erfolg von Henry Purcells "Dido & Aeneas" mit einem überwältigenden Besucherstrom steht in diesem Jahr mit Mozarts "Zauberflöte" ein großer Klassiker und Publikumsmagnet auf dem Programm, dessen Vorbereitung in den letzten Zügen liegt und von vielen mit steigender Spannung freudig erwartet wird. Hierzu nehmen sich einige MitspielerInnen aus den Reihen ehemaliger Studenten trotz Familiengründung und Wohnsitzwechsel gern die Zeit für intensive Proben und reisen sogar aus der Schweiz an!
Es gibt auch schon Pläne für danach, ein im Vergleich "modernes" Werk, das am 31. August 2028 seine Uraufführung vor 100 Jahren feiern kann, soviel sei verraten... und dafür können sich dann gern neue Mitstreiter unter joachim.steinheuer@ZEGK.UNI-HEIDELBERG.DE melden und in eines der folgenden Treffen hineinschnuppern.
Aber zunächst Mozart und sein liebstes Kind - tauchen Sie für gut zwei Stunden (mit Pause) ein in seine und unsere Zauberwelt, herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung unserer Arbeit sind aber natürlich immer höchst willkommen!
Autor:Dr. Anja Pohsner aus Speyer |
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