Tötungsdelikt in Eberbach: Ermittlungen abgeschlossen – Tatverdächtiger verstorben
- Die Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt in Eberbach sind abgeschlossen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft soll ein 19-Jähriger seine Mutter getötet und sich kurz darauf mit dem Auto das Leben genommen haben.
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Eberbach. Am Sonntag, 21. September, kam es in den frühen Morgenstunden in Neckarwimmersbach zu einem Tötungsdelikt zum Nachteil einer 45 Jahre alten Frau. Wenig später starb ihr 19-jähriger Sohn im Waibstadter Ortsteil Bernau, nachdem er seinen Pkw mit hoher Geschwindigkeit gegen den Pfeiler einer Eisenbahnbrücke gesteuert hatte.
Nach Abschluss der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mannheim davon aus, dass der 19-Jährige zunächst seine Mutter an einem Sportplatz in Neckarwimmersbach tötete und sich anschließend mit dem Auto das Leben nahm. Beide wohnten in Eberbach. Da der Beschuldigte verstorben ist und eine Beteiligung weiterer Personen ausgeschlossen werden konnte, wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt.
Zu den Hintergründen der Tat wurde unter anderem ein psychiatrischer Sachverständiger eingeschaltet. Ein zweifelsfreies Motiv ließ sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft nicht feststellen. Nach Einschätzung des Gutachters ist aber denkbar, dass Kokainkonsum im zeitlichen Zusammenhang mit der Tat die psychische Verfassung des 19-Jährigen verändert hat.
Der Sachverständige weist darauf hin, dass Kokain in Einzelfällen massive Aggressivität, starke Ängste oder panikartige Zustände auslösen kann. Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim nutzten die Abschlussmeldung deshalb auch für einen Warnhinweis: Kokain gefährde nicht nur den Körper, sondern könne auch die Persönlichkeit verändern und zum Kontrollverlust führen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |