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Großes Lob für "Cinematographica" in Niederkirchen
- Die Drei vom 3F-Museum
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Niederkirchen. Bereits zum 46. Mal fand am Samstag, dem 11. April 2026, zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr die Internationale Filmbörse CINEMATOGRAPHICA statt – dieses Mal jedoch nicht wie in den Vorjahren in der Stadthalle Deidesheim (die aufgrund von Mängeln beim Brandschutz gesperrt ist), sondern in der Mehrzweckhalle des benachbarten Niederkirchen, Jahnstraße 19.
Die CINEMATOGRAPHICA ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art, bei der der analoge Film noch im Mittelpunkt steht. Schwerpunkte der Börse sind Angebote für Filmtechniksammler, Kino- und Filmliebhaber, aber auch aktive Filmer interessierten sich für das große Angebot an Kameras, Projektoren, Bearbeitungsgeräten, Filmtechnik-Zubehör, Kauffilmen in fast allen Formaten, Fachliteratur sowie Film- und Kino-Memorabilia. Ebenso konnte man mitgebrachte Geräte oder Filme den Ausstellern zum Kauf oder Tausch anbieten. Experten leisteten filmtechnische Beratung und standen mit Rat und Tat zur Seite.
Wie bereits in der Vergangenheit verrieten die Kfz-Nummernschilder auf dem benachbarten großen Parkplatz, dass dies nicht nur ein regionales Event war. Diese etablierte Börse des „3F Deutsches Museum für Foto-, Film- und Fernsehtechnik“ findet bereits seit 2013 in Deidesheim statt und nun erstmals in Niederkirchen.
Viele „Wiederholungstäter“ waren heute wieder vor Ort wie zum Beispiel Herr Ehresmann mit einer relativ kurzen Anreise aus Schifferstadt und mit allem, was ins Kino und Heimkino gehört (u. a. 8-mm-Filme und Plakate). Er zeigte sich begeistert von der Location, die er besser als in Deidesheim empfand. Als Gründe nannte er den großen Parkplatz ums Eck und die lichtdurchflutete große Halle. Aus Leopoldshafen war das Ehepaar Oleszczuk angereist und zeigte sich ebenfalls begeistert von der Location und dem Tag allgemein. Sie kommen seit 10 Jahren zur Cinematographica, die zuerst in Wiesental stattfand, danach für 7 bis 8 Jahren in Deidesheim beheimatet war und jetzt eben in Niederkirchen stattfand. Aus Marburg war Stammaussteller Professor Dr. Günter Giesenfeld angereist. Er betreibt dort ein kleines Kameramuseum mit ca. 250 Filmkameras aller Formate, darunter sehr seltene Stücke. Von 1988 bis 2007 war er Redakteur der medienwissenschaftlichen Zeitschrift „AugenBlick“. Über viele Jahre hinweg hat er Filmkritiken und Fachartikel verfasst, unter anderem auch für Filmlexika. Er hatte Super-8- und normale 8-mm-Kameras mit Filmen dabei. Aus Singen am Bodensee kam Herr Enzengroß, der nicht ganz so zufrieden war und meinte, dass es darauf ankomme, was man suche. Da fanden heute Filme mehr Anklang als die ausgestellten Projektoren. Es hängt mit dem Medium Filmgeräte allgemein zusammen. Am Stand von Karlheinz Straub herrschte gute Stimmung. Er stellte ebenfalls Projektionsgeräte, analoge Filme, Projektionstechnik und Literatur aus und schenkte mir sogar ein Comicbuch. Als Tischnachbarn hatte er den Ingenieur Thomas Billy und beide versprühtes positive Vibes. Herr Borger aus Armsheim bei Alzey hatte ebenfalls Projektionsgeräte dabei, und zwar recht seltene, wie der Nachbar Professor Dr. Giesenfeld erklärte. Das sei eine Laterna Magica übersetzt mit „Wunderlicht“, das Anfang des 20. Jahrhunderts für das Kinovorprogramm und die Werbung verwendet wurde.
Die acht ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 3F-Museums zählten wieder um die 40 Aussteller. Das managten Klaus Herrmann (Vorsitzender des Trägervereins), Dr. Wilfried Heide (Museumsleiter), Michael Burg (Kurator Film- und Fernsehtechnik und Organisator der Filmbörse), Rainer Gollon (Verwalter des Museumsdepots) für das ganze Bundesgebiet. Auch um das Catering mit selbst gebackenen Kuchen und mehr kümmerten (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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