Sportler mit Handicap waren die Stars
Hundesportverein richtete deutsche Meisterschaft aus

Ehrung der Sieger.

Baumholder. „Das war eine top organisierte Meisterschaft, die uns der HSV Baumholder da auf die Beine gestellt hat!“ lautete knapp das Urteil des Präsidenten des deutschen Hundesportverband e.V. (DHV), Wolfgang Rüskamp, zur Einleitung der Siegerehrung bei der er zusammen mit dem Landrat des Kreises Birkenfeld, Dr. Matthias Schneider, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde ,Bernd Alsfasser, dem Stadtbürgermeister Günther Jung sowie dem ersten Vorsitzenden des HSV Baumholder, Timo Weingarth, die Sieger der Meisterschaft beglückwünschte.
Neben den vielen frischgebackenen deutschen Meistern, Vize-Meistern und dritten Plätzen in den einzelnen Disziplinen und Altersklassen wurden besonders die Sportler mit einem Handicap durch einen minutenlangen Applaus geehrt. Hatten diese doch, beispielsweise, den eigens auf ihre Möglichkeiten abgestimmten, drei Kilometer langen, Geländelauf in wirklich sehr guten Zeiten bewältigt, bedenkt man dass hierbei Rollatoren zum Einsatz kommen oder eine starke Gehbehinderung keine große Rolle spielt.
Michael Bachmann, selbst ein Betroffener, vom gastgebenden Verband, dem HSV Rhein Main, betreut eigens ein Projekt in dem er Menschen mit Handicap den Hundesport, wie man an diesem Wochenende sehen konnte ,erfolgreich näher bringt. „Die gehören genau hier her, in unsere Mitte.“ Sagte auch Timo Weingarth, bevor er eigens angefertigte und von HSV-Mitglied Timo Fauss gespendeten Pokale an alle teilnehmenden Behindertensportler überreichte und damit die Wertschätzung der erbrachten Leistungen durch sein Team unterstrich. Die Veranstaltung begann bereits am Freitag mit Anreise und Anmeldung der Teilnehmer und Gäste ,die der ausrichtende Verein zu deren vollsten Zufriedenheit größtenteils auf einem rund um den Weiher angelegten Campingplatz untergebracht hatte. Hier fanden circa 400 Sportler in rund 170 Campingwagen und Zelten Platz.
Den Einstieg in die Meisterschaft bildete dann am Samstag bereits um 7 Uhr der 5000 Meter Geländelauf, dem der 2000 Meter lange folgte. Beide hatte der HSV über den Leitersberg mit Start und Ziel im Brühlstadion abgesteckt. Dies war zwar mit einem recht hohen Aufwand für die Organisatoren verbunden. So musste die Ringstraße (L169) eigens zwischen 6 und 12 Uhr gesperrt und eine Umleitung eingerichtet werden, was aber den erhofften Erfolg brachte.
Konnten doch alle 193 Starter vom Publikum und dem, eigens vom Verband gestellten, Stadionsprecher auf den Weg geschickt und auf den letzten 300 Metern zum Ziel angefeuert werden. Nachdem dann auch die Sportler mit Behinderung samt ihren Tieren ihren Lauf rund um den Weiher und die angrenzenden Wege hinter sich gebracht hatten waren sich alle einig, dass man hier mit die schönsten Geländestrecken der letzten Jahre ablaufen durfte.
„Der Blick auf Baumholder und die schöne Umgebung war einfach spitze“ kommentierten mehrere Läufer die Leistung des HSV, die aber ohne das Verständnis und die Unterstützung von Landwirten, Stadt und Feuerwehr, welche einen Großteil der Streckenposten stellte, kaum machbar gewesen wäre, wofür Hr. Weingarth und sein Team sehr dankbar ist.
Es schlossen sich gegen 11 mit 30 Startern die zum Vierkampf (VK) gehörenden Disziplinen wie Gehorsam, bei der es größtenteils um Leinenführigkeit, Freifolge, sowie Sitz-und Platz Übungen geht an. Diese Disziplin bildet auch die Grundlage für die weiteren Disziplinen Hindernislauf, Hürdenlauf und Slalom welche dann am Sonntagvormittag auf dem Rasenplatz zu bestaunen waren. Der Samstagnachmittag war dann den Vorläufen zum CSC, dem combinied- sports -cup, vorbehalten. Bei dieser quirligen Disziplin traten 50 dreier Teams mit ihren 150 Hunden gegeneinander auf einer in drei Sektionen unterteilte Laufstrecke an. Jeder Hundeführer positionierte sich samt Hund am Startpunkt der jeweiligen Sektion.
Nach Startfreigabe durchlief das erste Team seine mit Hindernissen gespickte Sektion der Zieleinlauf aller 6 Beine wurde das 2.Hund -Menschteam gestartet das einen anders bestückten Abschnitt hinter sich brachte und bei Zieldurchlauf das dritte Team startete. Gezählt wurden die Gesamtlaufzeit und die Fehler an den Hindernissen um den Sieger zu ermitteln. Das Ganze erinnerte an einen Staffelhürdenlauf wie man ihn von der Leichtathletik kennt, nur halt mit Hund. Der Sonntag startete dann etwas verzögert durch Ausfälle von 3 Zeitmessanlagen, welche die HSV-Technikabteilung aber zügigabarbeitete, wodurch das sich anschließende Programm doch noch wie geplant umgesetzt werden konnte, mit den VK-Laufdisziplinen. Nach dem Mittagessen starteten dann die vom Stadionsprecher, sehr schön für die Zuschauer kommentierten Endläufe des CSC.
Hier zeigte sich abermals die gute Organisation des Vereines, kam es doch zu einem Sturz, bei dem sich ein Hundeführer verletzte. Dank des Sanitätsdienstes der Rettungshundestaffel des DRK, welche hier gerne unterstützte, konnte der Sportler rasch erstversorgt und ins Krankenhaus verbracht werden. (ps)

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