Rückgang der Firmenpleiten im Saarland im ersten Halbjahr
- Gegen den bundesweiten Trend ist die Zahl der Firmenpleiten im Saarland gesunken. Beim Nachbarn Rheinland-Pfalz sieht das ganz anders aus. (Symbolbild)
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Saarbrücken. Weniger Firmen müssen Insolvenz anmelden. Im Saarland ist die Zahl der Unternehmenspleiten im ersten Halbjahr deutlich gesunken.
Nach Angaben der Auskunftei Creditreform ging die Zahl der Insolvenzen bis Ende Juni auf 80 Fälle zurück. Das sind 11,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit entwickelt sich das Saarland entgegen dem Trend in vielen anderen Regionen.
In Rheinland Pfalz zeigt sich ein anderes Bild. Dort erwartet Creditreform bis Ende Juni rund 630 Unternehmensinsolvenzen. Das entspricht einem Anstieg von 21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bundesweit höchster Stand seit Jahren
Deutschlandweit steigt die Zahl der Firmenpleiten deutlich. Für das erste Halbjahr rechnet Creditreform mit etwa 12.900 Insolvenzen. Eine höhere Zahl gab es zuletzt im Jahr 2013 mit 13.310 Fällen.
Zu den wichtigsten Belastungen für Unternehmen zählen laut Auswertung vor allem mehrere wirtschaftliche Faktoren:
- hohe Energiepreise
- zurückhaltende Konsumenten
- steigende Kosten für Rohstoffe
- bürokratische Belastungen
Auch internationale Konflikte verschärfen die Lage. Der Krieg zwischen Israel und Iran hat die wirtschaftliche Unsicherheit zuletzt zusätzlich erhöht.
Saarland mit sehr niedriger Insolvenzquote
Im bundesweiten Vergleich steht das Saarland dennoch relativ stabil da. Mit 49 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen weist das Bundesland die zweitniedrigste Quote in Deutschland auf. Nur Thüringen liegt mit 37 Fällen noch darunter.
Rheinland Pfalz kommt auf 86 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen und liegt damit leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 82. Besonders hoch ist die Quote in Berlin mit 120 Fällen je 10.000 Unternehmen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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