Neue Kaufkraft-Analyse im Saarland: St. Wendel an der Spitze
- Wie wohlhabend man ist, hängt nicht nur am Einkommen. (Symbolbild)
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St. Wendel. Wer im Saarland wohnt, hat je nach Region unterschiedlich viel von seinem Einkommen. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass die Kaufkraft im Landkreis St. Wendel landesweit am höchsten ist.
Entscheidend ist nicht nur das Einkommen. Auch die Lebenshaltungskosten spielen eine große Rolle. In St. Wendel liegen die Preise laut Studie etwas mehr als fünf Prozent unter dem Durchschnitt. Dadurch können sich Haushalte dort im Verhältnis mehr leisten als in anderen Teilen des Saarlandes.
Regionalverband Saarbrücken weit hinten
Der Regionalverband Saarbrücken landet im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte auf dem vorletzten Platz. Das verfügbare Einkommen pro Kopf ist dort niedriger als in den meisten anderen Regionen des Bundeslandes. Gleichzeitig liegen die Preise rund vier Prozent unter dem Durchschnitt.
Noch schwächer schneidet der Kreis Merzig Wadern ab. Bei einem ähnlichen Preisniveau wie im Regionalverband Saarbrücken verfügen die Menschen dort im Schnitt über das geringste Einkommen im Saarland. Im bundesweiten Vergleich gehört der Kreis damit zu den 20 Regionen mit der niedrigsten Kaufkraft.
Saarland im Bundesvergleich im Mittelfeld
Auch im Ländervergleich liegt das Saarland nicht an der Spitze. Bundesweit erreicht das Bundesland Platz elf bei der Kaufkraft. An der Spitze steht Bayern. Den letzten Rang belegt Berlin.
Den höchsten Wert unter allen deutschen Stadt und Landkreisen erreicht laut der Analyse die Stadt Heilbronn in Baden Württemberg. Dort treffen vergleichsweise hohe Einkommen auf ein moderates Preisniveau.
Daten stammen aus dem Jahr 2023
Grundlage der Untersuchung ist eine umfangreiche Datensammlung des Instituts der deutschen Wirtschaft zu regionalen Preisen in deutschen Kreisen und kreisfreien Städten. Diese Daten wurden mit Einkommenszahlen des Statistischen Bundesamtes kombiniert. Beide Datensätze beziehen sich auf das Jahr 2023. Neuere validierte Einkommensdaten liegen nach Angaben der Autoren derzeit nicht vor. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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