Düngerpreise steigen in Rheinland-Pfalz: Iran-Konflikt belastet Bauern
- Stickstoffdünger in der EU war im April nach Angaben der EU-Kommission rund 70 Prozent teurer als im Durchschnitt 2024. (Symbolbild)
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Mainz. Für viele landwirtschaftliche Betriebe werden Produktion und Ernte deutlich teurer. Grund sind steigende Preise für stickstoffhaltige Düngemittel. Darauf weist der Bauern und Winzerverband Rheinland Pfalz Süd in Mainz hin.
Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus treibt nach Angaben des Verbandes die Kosten weiter nach oben. Vor allem die Energiepreise wirken sich aus. Die Herstellung von Dünger ist stark von Gas und anderen Energieträgern abhängig. Für Betriebe in Rheinland Pfalz bedeutet das spürbar höhere Produktionskosten. Viele Landwirte und Winzer hatten ihren Bedarf für die laufende Saison bereits vor Beginn des Krieges gedeckt. Der Einkauf für das kommende Wirtschaftsjahr steht jedoch noch aus. Branchenvertreter gehen deshalb davon aus, dass die Preissteigerungen mittelfristig nahezu alle Betriebe treffen werden.
Aktionsplan der EU-Kommission
Eine Entspannung ist nach Einschätzung des Verbandes bisher nicht in Sicht. Die Preise liegen weiterhin deutlich über dem Niveau vor Beginn der aktuellen Krise. Neben gestörten Lieferketten belasten auch eingeschränkte Produktionskapazitäten den Markt. Gleichzeitig bleibt die weltweite Nachfrage nach Düngemitteln hoch. Die EU-Kommission hat auf die Entwicklung reagiert. Für ein Jahr wurden Einfuhrzölle auf stickstoffhaltige Düngemittel wie Ammoniak und Harnstoff aus Drittstaaten ausgesetzt. Das soll kurzfristig für Entlastung sorgen. Nach Einschätzung des Bauern und Winzerverbands reichen diese Maßnahmen jedoch nicht aus, um die Kosten dauerhaft zu senken. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |