Zugausfälle am Rhein ab Freitag zwischen Troisdorf und Wiesbaden
- Auf der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden starten umfangreiche Bauarbeiten der Deutschen Bahn. Bis Dezember fahren viele Regionalzüge nicht, stattdessen kommen Ersatzbusse zum Einsatz.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Georg Wagner
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Rheinhessen. Auf der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden beginnt am Freitag, 10. Juli, eine monatelange Generalsanierung mit weitreichenden Folgen für Pendler und Reisende. Bis Samstag, 12. Dezember, werden zahlreiche Fern-, Regional- und Güterzüge umgeleitet. Im Nahverkehr ersetzen 160 Busse auf 13 Linien die ausfallenden Zugverbindungen.
Wie die Deutsche Bahn mitteilt, startet die fünfmonatige Bauphase am Donnerstagabend, 10. Juli, mit der Abschaltung der Oberleitungen auf der rund 160 Kilometer langen Strecke. Ziel der Arbeiten ist es, die stark belastete Verbindung langfristig stabiler und störungsärmer zu machen.
Diese Arbeiten sind auf der rechten Rheinstrecke geplant
Während der Sanierung modernisieren die Bauteams große Teile der Infrastruktur.
- Erneuerung von rund 80 Kilometern Gleisen
- Sanierung von knapp 100 Kilometern Oberleitungen
- Austausch oder Instandsetzung von 160 Weichen
- Arbeiten an 10 Brücken
- Modernisierung von 36 Bahnhöfen
- 23 neue Aufzüge und 68 neue Rampen, Treppen und Zugänge
- Sanierung von 24 Personenunterführungen
Zusätzlich ersetzt die Bahn entlang der Strecke mehrere alte Stellwerke durch moderne elektronische Anlagen. Bis Ende des Jahres 2027 soll die komplette Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet sein.
Busse ersetzen Regionalzüge
Für den Regionalverkehr wurde ein umfangreiches Ersatzkonzept vorbereitet. Die Buslinien bedienen die entfallenden Zughalte in Bahnhofsnähe und fahren teilweise auch zusätzliche Haltestellen an. Expressbusse sollen schnelle Verbindungen zwischen Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz sowie zwischen Koblenz, Bad Honnef, Bonn-Ramersdorf und Troisdorf ermöglichen.
Nach Angaben der Bahn sind die Fahrzeiten bereits in den elektronischen Auskunftssystemen hinterlegt. Zudem steht für die Ersatzbusse eine Live-Karte im Internet zur Verfügung. Teilweise werden auch Rheinfähren in das Konzept eingebunden.
1,6 Milliarden Euro für die Strecke
Insgesamt investiert die DB InfraGO rund 1,6 Milliarden Euro in die Sanierung des Korridors. Der Vorstandsvorsitzende der DB InfraGO, Philipp Nagl, sprach von einer der wichtigsten Bahnstrecken Deutschlands. Nach Abschluss der Arbeiten sollen Störungen und Verspätungen deutlich zurückgehen.
Auch die Verkehrsminister aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen betonten die Bedeutung der Strecke für Pendler, Güterverkehr und Tourismus. Gleichzeitig verwiesen sie auf die Belastungen während der monatelangen Bauphase und die Bedeutung eines verlässlichen Ersatzverkehrs.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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