Mehr Demos in Rheinland-Pfalz: 14.500 bei DGB am 1. Mai
- Gerechten Lohn in der Pflege fordern diese Demonstranten bei der zentralen DGB-Kundgebung in Trier und richten sich an den rheinland-pfälzischen Noch-Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD).
- Foto: Harald Tittel/dpa
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Rheinland-Pfalz/Saarland. Zum Tag der Arbeit sind in Rheinland-Pfalz und im Saarland mehr Menschen auf die Straße gegangen als im Vorjahr. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligten sich am Donnerstag, 1. Mai, insgesamt rund 14.500 Demonstrierende an Kundgebungen und Aktionen.
Landesweit fanden 17 Veranstaltungen statt. Damit lag die Beteiligung etwa 1.000 Menschen höher als ein Jahr zuvor.
- Rund 14.500 Teilnehmende in Rheinland-Pfalz und im Saarland
- 17 Veranstaltungen zum Tag der Arbeit
- Etwa 1.000 Menschen mehr als im Vorjahr
Investitionsoffensive für Rheinland-Pfalz gefordert
Die rheinland-pfälzische Hauptkundgebung fand in Trier statt. Dort sprach die Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, Susanne Wingertszahn. Sie forderte eine Investitionsoffensive für das Bundesland. Angesichts wirtschaftlicher Krisen und des strukturellen Wandels sei ein Zukunftsfonds für Rheinland-Pfalz ein sinnvoller Schritt.
Kritik an Debatten über Arbeitszeiten
Wingertszahn kritisierte zudem Diskussionen über mögliche Änderungen bei Arbeitnehmerrechten. Debatten über die Abschaffung von Feiertagen oder des Acht-Stunden-Tags bezeichnete sie als „respektlos“. Solche Vorschläge sorgten für Verunsicherung bei vielen Beschäftigten.
Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) sprach bei der Veranstaltung in Trier.
4.500 Menschen bei zentraler Kundgebung im Saarland
Im Saarland fand die zentrale DGB-Kundgebung in Saarbrücken statt. Nach Gewerkschaftsangaben nahmen dort rund 4.500 Menschen teil. Der saarländische DGB-Vorsitzende Timo Ahr wandte sich gegen die aktuelle Debatte über eine angeblich sinkende Arbeitsmoral in Deutschland. Kurzfristige Profitinteressen stünden häufig im Vordergrund, während gleichzeitig Arbeitsplätze abgebaut und Standorte verlagert würden. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |