Kellerbrand in Mainz-Finthen: Einfamilienhaus unbewohnbar

Ein ausgedehnter Kellerbrand hat ein Einfamilienhaus in Mainz-Finthen schwer beschädigt. Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW waren stundenlang im Einsatz. | Foto: Christian Schwier/stock.adobe.com
  • Ein ausgedehnter Kellerbrand hat ein Einfamilienhaus in Mainz-Finthen schwer beschädigt. Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW waren stundenlang im Einsatz.
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Mainz-Finthen. Am Freitag, 10. April, kam es gegen die Mittagszeit zu einem ausgedehnten Kellerbrand in einem Einfamilienhaus in der Kurmainzstraße. Das Feuer beschädigte das Gebäude so stark, dass es derzeit unbewohnbar ist.

Aufmerksame Nachbarn sowie Mitarbeiter einer Dachdeckerfirma beobachteten eine Rauchentwicklung im rückwärtigen Bereich des Hauses und setzten den Notruf ab. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte auch die Bewohnerin den Brand bemerkt und das Gebäude selbstständig verlassen. Sie wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht, da der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand. Nach ambulanter Behandlung konnte sie vor Ort bleiben. Zusätzlich wurde die Notfallseelsorge hinzugezogen. Eine Freundin aus der Nähe bietet der Frau vorübergehend Unterkunft, wie die Feuerwehr Mainz berichtet.

Während der ersten Erkundung entwickelte sich die zunächst unscheinbare Rauchentwicklung zu einem ausgedehnten Brand. Das Feuer breitete sich vom Keller auf das Erdgeschoss sowie das Flachdach aus. Durch die starke Hitze kam es zu einer Durchzündung von Rauchgasen, wodurch sich die Flammen über Hohlräume bis in den Dachbereich ausdehnten. Die Feuerwehr ging unter Atemschutz vor. Wegen der extremen Temperaturen war ein direkter Zugang zum Keller zunächst nicht möglich. Erst nach dem Schaffen mehrerer Abluftöffnungen und dem Einsatz von Lüftungsgeräten konnten die Einsatzkräfte vorrücken. Insgesamt waren zwölf Atemschutzgeräteträger im Innenangriff.

Gegen 13.30 Uhr war der Kellerbrand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich insbesondere im Erdgeschoss und im Bereich des Flachdachs bis in den späten Nachmittag. Dabei mussten Holzverkleidungen geöffnet werden, um versteckte Glutnester abzulöschen. Um 17.20 Uhr meldete die Feuerwehr schließlich „Feuer aus“.

Im Einsatz waren beide Wachen der Berufsfeuerwehr Mainz mit 27 Kräften sowie die Freiwilligen Feuerwehren Finthen und Drais mit rund 34 Einsatzkräften. Die Polizei war mit sechs Beamten, der Rettungsdienst mit acht Kräften vor Ort. Zudem unterstützte das Technische Hilfswerk mit zehn Einsatzkräften. Während des Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen in der Kurmainzstraße, auch der öffentliche Nahverkehr war zeitweise eingeschränkt. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen derzeit keine Angaben vor, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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