Hakenkreuz-Schmierereien in Rüsselsheim: Staatsschutz ermittelt
- Der Staatsschutz ermittelt in Rüsselsheim wegen einer Serie von Hakenkreuz-Schmierereien. Seit Ende April wurden zwölf Fälle bekannt, die Polizei sucht Zeugen.
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Rüsselsheim. Am Mittwoch, 7. Oktober, teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit, dass der Staatsschutz in Darmstadt wegen einer Serie von Hakenkreuz-Schmierereien im Rüsselsheimer Stadtgebiet ermittelt. Seit Ende April sind der Polizei bereits zwölf Fälle bekannt geworden.
Unbekannte sprühten verfassungsfeindliche Symbole, Zahlenkombinationen und Parolen auf Gebäude, Bänke, Unterführungen und weitere Flächen. Die Tatorte liegen über das gesamte Gebiet der Opelstadt verteilt. Einen Schwerpunkt sehen die Ermittler im Bereich Im Hasengrund.
Auch in den Jahren 2024 und 2025 registrierte die Polizei 29 Taten, bei denen sie einen direkten Zusammenhang vermutet. Der Schaden liegt nach Angaben der Ermittler bei mehreren tausend Euro. Das Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen ist nach § 86a StGB strafbar und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Weil die Schmierereien häufig an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen entfernt werden müssen, tragen auch die Allgemeinheit die Kosten.
Die Staatsschützer suchen Zeugen, die Hinweise zu den Urhebern geben können. Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 06151/969-0 entgegen. Die Stadt Rüsselsheim und der Landkreis Groß-Gerau haben angesichts der Entwicklung zudem die Initiative #KeinOrtfürHass gegen rechtsextreme Symbolik und für eine starke Demokratie gestartet.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |